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Instant Payments Teil 3: Herausforderungen und Erfolgsfaktoren

Vor welchen Herausforderungen stehen die Schweizer Banken betreffend der Einführung von Instant Payments? Und welche Faktoren bestimmen den Erfolg? Lesen Sie hier den Teil 3 unserer Blogserie zu Instant Payments in der Schweiz. In den ersten beiden Artikeln haben wir zunächst die Vorteile der Nutzer dargestellt und den möglichen Einfluss auf andere Zahlungsmethoden beschrieben. Anschliessend haben wir uns die Entwicklung von SCT Inst im SEPA Raum angeschaut und zusätzlich das Vorgehen einzelner Länder betrachtet. Im abschliessenden Artikel dieser Serie werden wir den Schwerpunkt auf die bankspezifischen Herausforderungen legen und wir betrachten welche kritischen Erfolgsfaktoren zu berücksichtigen sind.

Herausforderungen Banken

Die Einführung der Schweizer Instant Payment Lösung bringt eine Reihe von Herausforderungen mit sich. Zum einen ist hier die Komplexität des Projekts anzuführen, welche vor allem auf die Neugestaltung der IT-Infrastruktur und die vielen Beteiligten Parteien zurückzuführen ist. Neben dem Core-Banking-System und den Umsystemen innerhalb der Bank werden in erster Linie die IT, Produktmanagement, der Vertrieb und der Kundenservice beansprucht. Hinzu kommt die Abstimmung mit externen Dienstleistern, Software-Lieferanten und Payment Service Providern hinzu. 

Die Banken müssen ihre Zahlungsprozesse und die IT-Architektur so anpassen, dass alle ein- und ausgehenden Zahlungen sofort verarbeitetet werden können. Konkret heisst das, sämtliche Compliance-Prüfungen, wie Anti-Money-Laundary, Fraud oder Sanction Screening, die Abstimmung mit den Umsystemen sowie die Anpassung der Kunden-Salden müssen innerhalb von wenigen Sekunden durchgeführt werden. Bei der Neugestaltung der Prozesse und der IT-Landschaft ist die Kreativität und das Know-How der Banken gefragt, denn bisher gibt es kein Best Practice für SIC5 an dem sie sich orientieren könnten. Banken, welche SCT Inst eingeführt haben, respektive Berater und Produkt-Lieferanten aus dem SEPA-Raum wie PPI können jedoch durchaus auf Erfahrungen bei den europäische Einführungsprojekten zurückgreifen. Bei der Eingabe der Überweisung in die Überweisungsmaske durch den Kunden, könnten gewisse Prüfungen bereits durchgeführt werden bevor der Kunde die Zahlung einreicht. Durch dieses Vorgehen können Banken zumindest beim Zahlungsausgang wichtige Sekunden einsparen. Heute tendieren Banken dazu ihre Risk-Filter lieber etwas strenger einzustellen. Werden Zahlungen ausgesteuert, können diese manuell durch Mitarbeiter freigegeben werden. Auf den Kunden hat das in der Regel keinen Einfluss, da er von den Prozessen im Hintergrund nichts mitbekommt. Bei einer Instant Payment Zahlung sieht das anders aus. Denn eine manuelle Nachbearbeitung der Zahlung innerhalb von Sekunden ist nicht realisierbar. Der Kunde merkt also, wenn seine Zahlung ausgesteuert wird. Sollte dies bei ein und dem gleichen Kunden mehrmals vorkommen, führt es zu einem negativen Kundenerlebnis, was es definitiv zu vermeiden gilt. Banken sollten also prüfen, ob sie ihre Checks an die neue Situation anpassen können. Denkbar wäre Zahlungen bis zu einem gewissen Betrag (z.B. CHF 1.000) nur in Ausnahmefällen auszusteuern.

Auch die Liquiditätsbereitstellung gegenüber der SNB verändert sich. Neben dem RTGS-Verrechnungskonto müssen die Banken zukünftig ein zweites separates IP-Verrechnungskonto führen, über die alle ein- und ausgehenden IP-Zahlungen verrechnet werden. Um einen reibungslosungen Ablauf gewährleisten zu können, müssen ebenfalls 24/7/365 genügend Geldmittel vorhanden sein. Die Besonderheit hier ist, dass das IP-Konto nur mit dem RTGS-Konto, aber nicht direkt mit der SNB verbunden ist. Mittels camt.003 / camt.004 kann der Saldo des IP-Konto abgefragt werden. Diese camt Meldungen sollten am besten automatisch versendet und von den Banken-System eingelesen werden. Sobald die Liquidität einen bestimmten Betrag unterschreitet, muss die Bank handeln, ansonsten wird der IP-Service gestoppt.

Ab August 2024 wird Instant Payments für die ersten Banken verpflichtend. Viel Zeit zur Umsetzung bleibt also nicht.


Erfolgsfaktoren

Damit Instant Payments in der Schweiz ein Erfolg wird, sind zwei Parameter entscheidend. Zum einen müssen Banken die Vorgaben korrekt umsetzen. Hier gilt die Devise rechtzeitig mit dem Projekt starten. Es muss ein Zielbild der IT-Architektur entwickelt und eine umfassende Umsystemanalyse durchgeführt werden. Um den Anforderungen gerecht zu werden, müssen die Systeme performant und hochverfügbar sein. Ausserdem kann es Systeme geben, welche nicht direkt in den IP-Prozess eingebunden, aber trotzdem beeinflusst werden (Repair, Investigation, Archiv, etc.). Anschliessend muss der für die jeweilige Bank beste Anbieter für die Umsetzung identifiziert werden. Dies ist besonders schwierig, da es noch keine Schweizer Lösung im Einsatz gibt und viel auf Versprechungen basiert. Schon vor der Umsetzung muss sich jede Bank die Frage stellen, welche IP-Services sie später anbieten möchte. Soll hier nur die Möglichkeit von Überweisungen innerhalb weniger Sekunden geschaffen werden oder soll das Kundenangebot durch weitere Produkte erweitert werden? Wie sollen die Kunden informiert werden und für welches Kundensegment gelten welche Preismodelle?

Zum anderen ist der Erfolg von der Marktdurchdringung & -akzeptanz abhängig. Die Marktdurchdringung wird in der Schweiz recht einfach erreicht, da der Service auf der Eingangsseite ab August 2024 bzw. 2026 für die meisten Banken verpflichtend ist. Die Marktakzeptanz ist von mehreren Aspekten abhängig. Damit Verbraucher Instant Payments nutzen, ist es wichtig, dass sie über den Service informiert und über die Vorteile aufgeklärt werden. Ausserdem dürfen sie nicht mit hohen Zusatzgebühren belastet werden. Sollten sie für einen Service zur Kasse gebeten werden, den sie nicht als Mehrwert empfinden, wird die Nutzung im einstelligen Prozentbereich bleiben. Ausserdem ist das Zusatzangebot von Banken und PSPs entscheidend, um möglichst viele Kunden anzusprechen und von den Vorteilen zu überzeugen. Hier kann die Schweiz unterstützend zur Seite stehen. Nimmt sie sich ein Beispiel an den Niederlanden und setzt IP als Standardüberweisung ein, schafft sie für PSPs das perfekte Umfeld, um darauf aufbauend weitere Services entwickeln zu können.


Fazit und Bedeutung für die Schweiz

Die Einsatzmöglichkeiten von Instant Payments sind vielseitig und bringen eine Menge Vorteile mit sich. Der Erfolg der Schweizer Instant Payment Lösung wird von der Nutzung und der Marktdurchdringung abhängig sein. Für Banken könnte hier das Henne-Ei-Problem entstehen. Denn vermutlich wird die Mehrheit der Kunden nicht von den Banken verlangen unbedingt Sofortzahlungen anzubieten. Warum sollten also Banken etliche Millionen Franken investieren, um Instant Payment Meldungen empfangen und versenden zu können, wenn es von der Kundschaft nicht gefordert wird und Banken diesen Service noch nicht mal ordentlich bepreisen können?

Hier müssen Banken langfristig denken, denn SIC5 wird kommen. Es ist zeitgerecht, dass eine Überweisung nur wenige Sekunden benötigt und in den meisten Ländern sind bereits Instant Payments Lösungen aktiv. Ohne eine nationale Variante verliert auch der Finanzplatz Schweiz an Prestige und gerät gegenüber den Nachbarländern ins Hintertreffen. Fraglich ist inwieweit Instant Payments für POS Transaktionen im Geschäft oder im eCommerce verfügbar gemacht werden. Die Händler würden sich über diese sichere Möglichkeit freuen, denn so können sie die hohen Gebühren der Karten- & TWINT-Transaktionen umgehen. Doch die Banken sind in einer Zwickmühle. Denn wenn sie die Händler unterstützen, würden sie zu ihrem eigenen Nachteil handeln. Banken erhalten mit jeder Kartentransaktion eine Gebühr gutgeschrieben (Interchange Fee) und TWINT wurde von den Banken entwickelt. Werden diese Transaktionen durch Sofortzahlungen substituiert, schmälern die Banken ihren Gewinn. Es wird interessant zu sehen sein, wie sich die kommenden Möglichkeiten im Markt eingliedern und welche Services von Banken und PSP angeboten werden und wie stark die Verbraucher diese nutzen werden. 


Wir von PPI Schweiz freuen uns, Sie als starker Partner unterstützen zu können. Anders als andere Schweizer Softwareanbieter, verfügen wir mit dem TRAVIC Payment Hub (TPH) über eine Lösung, die bereits seit Jahren erfolgreich im Markt etabliert ist. Der TPH verfügt über beide SCT Inst Clearing Anschlüsse und wird seit 2019 beim grössten Zahlungsverkehrsabwickler Deutschlands eingesetzt. Dort werden jährlich rund 7 Mrd. Transaktionen abgewickelt. Für SCT Inst Zahlungen liegt die durchschnittliche Transaktionsdauer bei unter 3 Sekunden. 

Dank unserer Erfahrung in Europa und der Schweiz verfügen wir über einen breiten Marktüberblick hinsichtlich Banken und kennen die Stärken und Schwächen der verschiedenen Instant Payment Plattformen.

Dieser Blog wurde von Jonas Löhr verfasst.

Instant Payments Teil 2: IP in Europa

Der zweite Teil unser Instant Payments Reihe beschäftigt sich mit der Fragestellung, wie es mit Instant Payments im SEPA-Raum ausschaut? Grundlegend kann bereits zu Anfang festgehalten werden, dass sich die Umsetzung und Ausprägung von Instant Payments - trotz europäischer Initiative - auf nationaler Ebene abspielt. Wer vorerst noch mehr über die Vorteile der einzelnen Nutzer (Verbraucher, Händler & Corporates) erfahren möchte, dem empfehlen wir einen Blick in unseren ersten Teil der Artikelserie.

Aktueller Stand SCT Inst

Trotz der vielen Vorteile, muss ergänzt werden, dass SCT Inst in den meisten Ländern noch nicht als «New Normal» gilt und das Service-Angebot von Banken und Payment Service Providern stark variiert. Aktuell sind nur rund 60% der europäischen Zahlungsverkehrsdienstleister dem SCT-Inst-Verfahren angeschlossen. Etwa 90% Instant Payment-Transaktionen liegen derzeit unter 1.000€, und die meisten Transaktionen (etwa 70%) werden tagsüber (zwischen 6:00 und 18:00 Uhr) durchgeführt. Je höher die Marktdurchdringung wird, desto stärker wird auch der Einfluss auf andere Zahlungsmethoden.

Deutschland & Österreich 

Eine Banken-Umfrage in Deutschland und Österreich gibt Aufschluss darüber, weshalb viele Banken zögerlich bei der Einführung sind. So ist die Teilnahme an der SCT Inst Lösung für Banken freiwillig. Hinzukommt, dass es zwei Clearing-Anschlüsse (TIPS & RT1) gibt, welche nicht miteinander kompatibel sind. Wenn also eine Bank erreichbar sein möchte, muss sie beide Anschlüsse bedienen können. Gleichzeitig geht die Implementierung mit erheblichen Investitionskosten einher. Betrachtet man das Verhältnis von «normalen» SEPA Zahlungen und SCT Inst wird deutlich, dass die Kundennachfrage noch nicht besonders hoch ist. Gerade einmal 11% der SEPA Zahlungen entfallen auf Instant Payments. Diese geringe Nachfrage führt dazu, dass viele Banken Instant Payments nicht aktiv bewerben, sondern eher als Nischenprodukt führen und mit hohen Gebühren versehen. Durch zu hohe Gebühren sinkt der Kundenmehrwert gegenüber einer kostenlosen SEPA Überweisung deutlich, sofern es sich nicht um einen Notfall handelt. Eine Kombination von Instant Payments mit weiteren Payment-Services wie «Open Banking» könnte den Nutzen deutlich steigern. Hier sind in erster Linie die PSPs gefragt neue Services oder Produkte zu entwickeln, doch eine Marktdurchdringung von rund 11% ist für die meisten Anbieter ein Grund andere Projekte zu priorisieren.


Niederlande

SCT-Inst ist in den Niederlanden seit Mai 2019 in Betrieb und ermöglicht Kunden, Geld auf Konten bei teilnehmenden Banken im Zahlungsnetzwerk zu überweisen.

Instant Payments decken 100% der P2P- und Internetbanking-Transaktionen ab, da sie als Standard-Überweisung ohne zusätzliche Kosten von den Banken angeboten werden. Etwa 95% der niederländischen Zahlungskonten sind innerhalb von 5 Sekunden und rund um die Uhr erreichbar. Gegenwärtig werden B2C-Zahlungen wie Gehälter oder Versicherungsansprüche und B2B-Zahlungen nicht im Sofortzahlungsmodus abgewickelt. 


Schweden

Im Jahr 2012 entstand in Schweden aus einer Bankenkooperation der Service «Swish». Dieser ermöglicht mobile Instant Payment Zahlung zwischen Verbrauchern und Unternehmen. 

Swish wird inzwischen von 7,9 Millionen der insgesamt 10,2 Millionen Einwohner Schwedens genutzt und hat sich zur bevorzugten Online-Zahlungsmethode entwickelt. Ursprünglich für Transaktionen zwischen Privatpersonen geschaffen, wurde Swish schnell auf Flohmärkte, Gottesdienstspenden sowie auf alle kleinen Unternehmen ausgeweitet, die die Kosten für die Annahme von Kreditkarten vermeiden wollten. Swish wird inzwischen häufiger als Bargeld verwendet und macht 9% aller POS-Transaktionen aus, wodurch die Bargeldnutzung auf den niedrigsten Stand aller Zeiten gesunken ist. 


Ungarn

Nach einer dreimonatigen öffentlichen Konsultation im Jahr 2016 beschloss die ungarische Nationalbank (MNB) die Einführung einer Instant Payments Lösung, um die Verwendung von Bargeld zu verringern und elektronische Transaktionen zu fördern. Von Anfang an wurde verbindlich vorgeschrieben, dass Banküberweisungen innerhalb von 5 Sekunden und 24/7/365 gutzuschreiben sind.

Alle Sofortzahlungen sind unwiderruflich und sofort auf dem Konto des Empfängers verfügbar. Zusätzlich zu der Möglichkeit, «Request to Pay» Anfragen zu senden, können alle Kontoinhaber Aliasnamen wie E-Mail-Adressen, Steuernummern oder Mobiltelefonnummern verwenden. 

Die ungarischen Behörden haben die Verwendung von Sofortgutschriften für alle Transaktionen unter 30.000 € verbindlich vorgeschrieben, mit dem klaren Ziel, Bargeldtransaktionen zu ersetzen. Die Tatsache, dass Instant Payments für Banken verpflichtend gemacht wurden, hat ein innovationsförderndes Umfeld für Fintech-Unternehmen geschaffen.

Im finalen Teil der Artikelserie werden für uns mit den Herausforderungen für die Banken beschäftigen und welche Erfolgsfaktoren erfüllt sein müssen, damit die Instant Payments in der Schweiz den Erwartungen gerecht werden kann.

Dieser Blog wurde von Jonas Löhr verfasst. Bleiben Sie gespannt auf Teil 3 nächste Woche. 

“There is no doubt that the strategic importance of payments has increased in the banks”

We had the chance to talk to Mr. Claus Richter from P27 Nordic Payments. Mr. Richter and his team are very busy making cross-border Instant Payments possible in the Nordics. He himself is already well known in the real time transaction world. Before he joined P27 he served for almost seven years as the Head of Transaction Banking Solutions at Nordea. He holds an Executive MBA degree from AVT Business School and a degree in Marketing and Finance from International Business Academy.

Good Morning Mr. Richter. You are COO of P27 and you work with your employees on a cross-border Instant Payments infrastructure. Why do you think Instant Payments will prevail?

Based on overall development in society in areas such as social media and mobile phones where everything is instant as well as IoT (internet of things) where instant is needed, I believe that Instant Payments is need to support those trends.

P27 is a joint effort by various Nordic banks. How did these financial institutions come together on this matter? What is the main driver for these banks to introduce such a service?

The background is multitude. First of all there were a number of local initiatives in Sweden and Norway on refreshing the clearing house and this combined with the strategic importance of payments in banking today was key reasons.

With P27 you will offer an infrastructure for at least three countries. In which form are you supported by the involved governments?
We have a very good dialogue with the authorities in all the countries. This goes for the financial supervisory authorities, the central banks as well as other authorities. They all seem supportive of P27.

Do the involved banks feel the competition from GAFA and Alipay?
There is no doubt that the strategic importance of payments has increased in the banks and they have become very aware of the GAFA’s of the world. This has clearly been one of the arguments for creating P27.

Banks in Switzerland see only investment costs and hardly any benefits. What can you say to this?

P27 is a very solid business case in its own right, but the strategic advantages of creating a place for collaboration on other payment related products is not to be underestimated.

It is also claimed that customers do not demand Instant Payments at all. Is it the same in the Nordic countries?

You can always discuss if it is a demand or something people pick up with a solution that is made available in the market. However, in all the Nordic markets P2P real time payments have become a huge success with the likes of MobilePay, SWISH and VIPPS.

In your opinion, do Instant Payments have the potential to challenge or even replace credit card schemes?

I think that Instant Payments for sure have the possibility to replace card payments domestically within a relatively short time frame. I think significant changes would be seen in the next 5-10 years in some markets. For payments outside your own country I think the time horizon is longer, and I would say that it is more like a 10-20 year horizon until we see that.

How do you see the development of Instant Payments in Europe and also in the world? Is P27 an open system, so that connections to other Instant Payments solutions such as e.g. SEPA Credit inst. can be made?

I see a significant global development in instant schemes. I think I have counted more than 60 schemes worldwide. P27 is for sure open to integrating with other instant schemes and are planning to be integrated with e.g. RT1 from EBA clearing.

I read that P27 wants to execute the first payment in 2021. From your point of view, what are the biggest challenges yet to overcome till then?

We have a couple of challenges left to overcome. They are mainly the regulatory approvals as well as making sure that the full banking community is able to get ready in time with all their changes as well.

Will P27 set upper limit amounts for transactions that are made instantly, how high will they be?

P27 as such will not set any limits, however, other parties in some of our markets have limits agreed, so this will vary from market to market.

As you probably heard of, banks in Switzerland, led by the Swiss National Bank, are also thinking of building an Instant Payments solution. What is your advice to your Swiss colleagues?

I have been in close contact with the initiative in Switzerland and I know they are very capable people so I am sure the progress is in good hands. My only advice would be to go for international standards as much as possible as it would ease future integrations.

Mr. Richter, thank you very much for your time.


Efficiency, accuracy and speed - Auch Thailand verfügt nun über eine Instant Payments Lösung

Vor wenigen Tagen hat der Deutsche Bank Ableger in Bangkok PromtPay in Betrieb genommen, ein Service, der Sofortzahlungen zulässt.

PromptPay wird vom nationalen Zahlungsdienstleister National ITMX Ltd betrieben und ist Teil eines Regierungsprogrammes, das die Modernisierung der Zahlungsabläufe vorantreiben und Zahlungsströme sicherer gestalten will, was unweigerlich auch zu einer Verlagerung des physischen Zahlungsverkehrs hin zu einer viel höheren Anzahl elektronisch getätigter Transaktionen führen wird.

Im Moment können Kunden via PromptPay sofortige Einzüge in ganz Thailand veranlassen, später im Jahr werden dann auch Echtzeitüberweisungen möglich sein. Der grosse Vorteil für Unternehmen ist, dass sie so schnell und sicher, entweder mittels Kontonummer oder mit der Steuer-ID des Debitors, Geld einziehen können und das landesweit und ohne zusätzliche Gebühren. So können die Begünstigten Ausfallrisiken von Zahlungen minimieren und gleichzeitig das Betriebskapital maximieren. Mittels der API-Anbindung eröffnet die Bank den Kunden interaktive Möglichkeiten und Zahlungen können so nahtlos in die Geschäfts- und Treasury-Prozesse integriert werden.

“Efficiency, accuracy and speed of payments are increasingly critical for corporates, so we are very proud to make instant payments available to our clients.“
Pimolpa Suntichok, Chief Country Officer, Deutsche Bank - Thailand

Nach FAST in Singapur und DuitNow in Malaysia ist PromptPay die dritte Instant Payments Plattform, die die Deutsche Bank in ASEAN (Association of South East Asian Nations) einführt. Zudem sind weitere Projekte auf den Philippinen und in Vietnam in der Umsetzung. Die Deutsche Bank bietet damit ihren Firmenkunden Hand, traditionelle Zahlungsmethoden wie Schecks zu ersetzen - ein Trend, der vor allem im aktuellen Pandemieumfeld stark zunimmt.

Überhaupt ist die Deutsche Bank ziemlich aktiv, was das Instant Payments - Angebote für ihre Kundschaft betrifft. Mittlerweile unterstützt die Bank weltweit an über neun Standorten Echtzeitüberweisungen und es sollen in den nächsten 24 Monaten weitere hinzukommen.

Vor Kurzem hat das Finanzinstitut aus Frankfurt am Main, unter der Mitarbeit von PPI, einen „Instant Payments Guide for Corporates“herausgebracht, in dem die Instant Payments – Landschaft weltweit analysiert und entsprechende Initiativen hervorgehoben werden sowie auch auf die Frage der Use Cases eingegangen wird.


Abbildung: Entwicklung der Use Cases pro Kundensegment

Betrachtet man die obige Grafik dann ist schnell klar: je ausgereifter und standardisierter die (Instant) Zahlungssysteme in einem Land oder einer (Welt-)Region sind, desto tiefer wird die Marktdurchdringung und desto stärker treibt dies Innovationen voran, aus denen heraus sich neue Use Cases ergeben.

Instant Payments werden somit spätestens mittelfristig auch bei den ganz grossen Corporates mit riesigen Transaktionsvoluminas ankommen und sich durchsetzen, weil die betriebswirtschaftlichen Vorteile offensichtlich und attraktiv sind. Zum Beispiel lassen sich Cargo- oder Produktionskapazitäten in Echtzeit inkl. Bezahlung verbindlich buchen. Auch Cloud-Infrastrukturen können instantan skaliert, bezahlt und eingesetzt werden. Weiter ist u.a. die Kombination von Smart Contracts mit Instant Payments denkbar. Sobald die Ladung gelöscht, resp. vom Empfänger akzeptiert ist, wird die Zahlung an den Lieferanten in Echtzeit ausgelöst. Das schafft ganz neue Arten der Verbindlichkeit in einer Lieferkette und als Produzent profitiere ich von der sofortigen Verfügbarkeit des mir zustehenden Geldes.

Wir freuen uns, wenn Sie sich das White Paper der Deutschen Bank durchlesen und hoffen weiterhin, dass der Finanzplatz Schweiz sehr bald mit einer klaren Instant Payments Strategie an die Öffentlichkeit tritt. Je präziser die Vorgaben und je klarer Rahmenbedingungen sind, desto rascher kann ein solches Infrastrukturprojekt umgesetzt werden und der Dienst im Markt ankommen.

Wir von PPI Schweiz sind bereit und verfügen über das nötige Knowhow mit Ihnen den Einfluss von Instant Payments auf die bankeigene Infrastruktur zu analysieren und zu dokumentieren - damit Sie keine Zeit verlieren, wenn der Finanzplatz den Startschuss verkündet.

Dieser Blog wurde durch Matthias Hungerbühler gepostet

Interview mit Inge van Dijk zum Thema Instant Payments in den Niederlanden

Wir hatten die grossartige Chance Inge van Dijk für ein Interview zum Thema Instant Payments in den Niederlanden zu gewinnen.
Inge van Dijk arbeitete für die Dutch Payment Association als Strategic Advisor und war für die Einführung von Instant Payments mit verantwortlich. Das Interview wurde in Englisch geführt. Wir wünschen viel Spass beim Lesen.


“Instant Payments allows banks to stay in the game with a proposition tailored to the 24/7 economy”

Good morning Ms. van Dijk and thank you for taking the time for this interview. You worked for the Dutch Payment Association (DPA). What role does the DPA play in Holland? Is it comparable to the DK in Germany or SIX in Switzerland? And does the DPA have regulatory influence or does it only act in an advisory capacity?

The DPA is probably better compared to the DK in Germany than to SIX. The Dutch Payments Association is a member organization that coordinates the effort of banks and other professional service providers that offer payments to ensure that the collective payment infrastructure in The Netherlands stays safe, is reliable, efficient and accessible. In addition they represent the interests of the Dutch community in Europe, where regulation and standards are being developed. So there is more similarity with the Deutsche Kreditwirtschaft, because the DPA itself does not have an operational infrastructure or processing capabilities.

What is your personal role and how do you relate to Instant Payments?

In 2014 when I was still working for ING as global head of payments and cash management, we were pushing the Instant Payments vision at the European level and wanted to set the example in our home countries. In The Netherlands our colleagues from ABN Amro and Rabobank joined us in conducting a feasibility study, which lead to a joint commitment together with De Volksbank in May 2015 to implement Instant Payments in The Netherlands in four years’ time. When that took off I joined the Dutch Payments Association to lead the national program.

The program was delivered in four phases: a design phase where we drafted the infrastructural requirements on product, clearing and settlement level, while ensuring that it complied with the SEPA rulebooks. Our subsequent building phase, where banks selected their CSM and developed their internal environment, lasted two years. The last year of the program composed of half a year of rigorous end-to-end testing, devoting much time to the stress testing, and a stepped implementation phase, whereby transaction volume was gradually added while monitoring the quality of the infrastructure in terms of speed and availability.

The program turned out to be a huge success. We delivered to the market on time, rolling out from February onwards coming to full volume and speed by mid 2019 and in doing so to receive nothing but positive feedback and applause from the market and our stakeholders. One of the main reasons for this was that the quality was high from the start in terms of the speed (max 5 seconds) and availability (24/7 continuous). In the first year of production, a score was realized of > 99.8% on both elements for in total 285 million transactions.

Is it correct that in Holland all payments below EUR 15’000 are automatically processed as SEPA Instant Payments? Will this then also apply to the new limit of EUR 100’000? Can you say something about statistics?

There are two angles on that. First: how are Instant payments offered in the Netherlands, and second: the amount limitation itself. The Dutch view from the start was that Instant Payments would become the new normal: it was not going to be limited to just person to person payments, as it was strongly believed that also businesses would be interested in the service. From that perspective our position was that there should not be an amount limit. The initiating bank which releases the payment will have to determine if the paying customer is eligable for a transfer of, say, a million, and if so the infrastructure should support this. We took into account UK and Scandinavian experiences, who had both rolled out and were already raising the amount limit. Of course, abuse of the system needs to be prevented but there are alternative ways to secure that. So the starting position in The Netherlands was: no amount limit!

Of course, in the European SEPA Instant Credit Transfer an amount limit does apply and the Dutch comply with this, but everything within The Netherlands is without a limit.
So back to your question, are credit transfers automatically processed instantly? Indeed they are. This is also related to the vision that Instant Payments will become the new normal. ABN Amro was the first bank to launch and set the tone by offering Instant Payments by default to their online and mobile banking customers. Other banks followed suit. Thus, Instant Payments became a replacement of the SEPA credit transfer in online channels. Anybody transferring money in either his online or mobile banking channel just gets it. It is offered by default. And that decision made the business case for banks even more difficult because as it is not something a customer chooses, it leaves no room to charge extra for this service. You can imagine the market response has been great in The Netherlands, thereby very much strengthening the position of banks in the market.

That means that all the payments are now transferred instantly?

The DPA and the committed banks wanted to make a very clear commitment to the market: everybody who has a mobile or online banking channel will get the service from the start. That means effectively that the whole retail segment has been issued with Instant Payments from the beginning, both small and sometimes also medium enterprises as well as consumers. And of course all accounts, consumer and business, were able to receive Instant Payments from day one. Other market segments or other channel offerings were scoped out of the program and left to the market: they remain the banks’ choice.

Where is Instant Payments used most? For retail payments, for P2P payments, in e-commerce, in B2B?

We had a big discussion in the beginning regarding the use cases. We decided to challenge ourselves in terms of what is the future proposition, and organized our own Dragon’s Den[1], with challengers from outside the banks. In the end the conclusion was that building the Instant Payments railway resembles the introduction of 4G at the time. Everybody knew it was going to change the landscape, but nobody knew exactly how and where.

Right from the beginning we started talking to the key stakeholders including major corporates and government institutions, both on receiving and sending side. They supported the innovation: today a tax payment coming in on a Saturday 31st, is considered on time. The tax authority ensures that it’s call center has this balance update information when people call on Monday to verify. A telco company saw great potential in instant payment upon delivery (at the door) of mobile phones and other valuable goods, as this would help prevent fraud. We had use case discussions with representatives from all business market segments both on the receiving side as well as on the sending side. They were kept informed and consulted throughout the program. In fact, all of the use cases which we translated into pictographics, stem from their ideas. An example is also a restaurant which can restock quickly because the turn-over from the previous night is already in his account.

Overall it’s still too early to tell where and how new business cases will be developed in the Netherlands, since only a year has passed by since its introduction. Businesses have now experienced what it means to receive the funds in their accounts on weekends and they will consider what they can do with that. Things will go from there. Most likely bulk payments are the next logical step, making sure that cut off times are a thing of the past, and more and more corporates and (e-commerce) merchants will start using Instant payments for home delivery payments or just in time bill payments.[2]

There is just no telling where the next use case will come from, especially in view of the Corona virus, other than that it will come.

Are there customers who want to change the bank because they want to do Instant Payments?

No, we don’t see that as nearly all consumers have it and businesses are getting it more and more.

We knew that reach was important to have, in order to build an attractive proposition for the customer. Faster Payments told us that starting out with eight leading banks in the UK which were responsible of 80% of all the accounts (80% reach), was perceived by the public as unreliable: with one out of five payments failing. It did not really fly in the UK until the reach was improved.

Our lesson from this was that more than 80% reach needed to be in place up front. In the end five banks committed, the four original banks and one challenger bank, and they together count for well over 95% of all the accounts in the Netherlands. And given the default offering, Instant Payments is available to almost all (both initiating and receiving) and it is expected that in time all of the Dutch will have this feature given that other banks are launching in 2020.

What was the main driver for Dutch banks to introduce Instant Payments?

We had this discussion in 2014 and back then a few things came together:
  1. Technology - the smartphone data processing capabilities were ready to support something like this.
  2. Cultural change – A mentality of the millennials: “I want it now, I expect it now”. It became more and more difficult to explain why we were open only on workdays from 9am to 5pm while a lot of services from GAFA and other parties are available 24/7.
  3. Market demand - Retail merchants wanted to receive the point of sale turnover funds also on the weekend, not so much within 5 seconds, but they did want it 24/7. Especially the Easter holidays, where the banks are closed for four days in a row, were perceived as cumbersome by the retailers.
  4. Regulatory - The ECB call in November 2014 to offer real-time payments. Instant payments was and is considered a key innovation on the SEPA railway, with the potential of becoming the alternative 3rd ‘scheme’.
  5. Competition - The market position of banks would clearly be strengthened, tailoring their offering to the 24/7 economy.
Those were the five elements that came together and fueled the discussion. We were convinced that we should not simply solve this by doing a fix or a bandage, building an add-on product. We needed to solve it structurally, building for the future.

You mentioned GAFA, do you think Dutch banks feel the competition from Big Tech?

The principle thinking is that in this 24/7 real-time economy, it is going to be hard to explain to your customers as a bank that you do or cannot offer this, when GAFA can. That’s going to bring the bank in a difficult position. So while there is no apparent market business case for Instant Payments and it is definitely a serious investment, one should consider the investment as a defensive move: stay in the market, tuning your offering to the 24/7 economy. In addition, it will allow banks to regain some of the control in the value chain that is lost in the cards area.

How do you see the development of Instant Payments in Europe and the world?

Worldwide reach will take time. The ECB is reaching out to several other countries within Europe to make sure we have an Instant Payments network that covers all of Europe. And all countries which have decided to offer real-time payments have embraced the same ISO 20022 standard, a standard much richer than the cards ISO standard. This provides a good basis for interoperability, but it doesn’t mean that we will have a worldwide reach sometime soon. This will take years. In addition, there also the need for a global IP scheme, similar to the build of the SEPA Instant Credit Transfer Rulebook in Europe, as that will guarantee a uniform global product offering to the customer.

Then again > 95% of all payments are domestic and > 98% are within Europe. As such there is time to allow the world to develop at its own pace, which is helpful given the big investment.

My personal opinion is that the card schemes are still ahead, but also they are tapping into the Instant Payments infrastructure, buying up and into ACH processing capabilities. They see the potential, which is a clear sign. And with the backing of the ECB and other important global institutions like the Federal Reserve, I believe that in time Instant Payments will become the new normal, in Europe and across the globe, simplifying payments and reducing cost for customers and making the infrastructure more efficient and the value chain hopefully less complex.

Thank you very much for your time

Das Interview wurde durch Matthias Hungerbühler geführt.




[1] https://en.wikipedia.org/wiki/Dragons%27_Den_(British_TV_programme)


[2] For e-commerce there is less urgency, because iDEAL in place for ten years now, is the market leader in payment instruments by far (50%). It is effectively sort of a precursor for Instant Payments, offered by banks. The only difference was that the funds when using iDEAL are not instantly in the account of the merchant. Are the merchants going to pay extra for that feature? Not likely. So most likely the Instant Payment will gradually replace the SEPA credit transfer as the underlying instrument in iDEAL.

New Horizons - Wie mit P27 der europäische Norden das Thema Instant Payments treibt


„We are here to change the world of payments, and you are welcome to join the movement!“

Verschiedene Länder in Europa und Asien, aber auch die USA machen Ernst mit eigenen Instant Payments Angeboten (vgl. auch Blogbeitrag von Carsten Miehling „24/7/365 Payments in der Schweiz – Eine PPI Situationsanalyse“). Sie alle scheinen erkannt zu haben, dass man den (Instant) Paymentbereich nicht einfach den BigTech Firmen überlassen kann. Im europäischen Norden schliessen sich für diesen Kampf sogar mehrere Banken visionär und grenzübergreifend in dem Projekt „P27 – Nordic Payments“ zusammen. P27 deshalb, weil sich die noch junge Gesellschaft zum Ziel gesetzt hat, den Zahlungsverkehr für die 27 Millionen Einwohner der involvierten Staaten Finnland, Schweden und Dänemark zu verbessern. Selbst wenn nur ein Teil dieses Potenzials das neue Angebot nutzen sollte, Instant Payments entwickelt sich definitiv zu „the new normal“. 

Wie kam es dazu? 
P27 wurde 2017 als gemeinsames Projekt von Danske Bank, Handelsbanken, Nordea, OP Financial Group, SEB und Swedbank ins Leben gerufen. Die Banken schlossen sich damals im Projekt P27 zusammen, weil sie herausfinden wollten, ob sie es schaffen, eine Pan-Nordic Infrastruktur für den Inland- sowie auch für den grenzüberschreitenden Zahlungsverkehr mit den entsprechenden Währungen ins Leben zu rufen. Vor einem Jahr, im Mai 2019, wurde dazu dann eine eigene Gesellschaft gegründet, an der die erwähnten Banken zu gleichen Stücken beteiligt sind, und bereits im Juni 2019 konnte mit Mastercard eine Vereinbarung über den Betrieb der Zahlungsplattform unterzeichnet werden. 

Seither entwickelt P27 die Clearing-Plattform gemeinsam mit Mastercard weiter und arbeitet daran, die erforderliche Genehmigung für die Clearing-Lizenz zu erhalten. Ziel des Unternehmens ist es, die ersten Transaktionen im Jahr 2021 abzuwickeln. 

Warum gerade in Nordeuropa?
Darauf hat P27 eine klare Antwort. Gemäss den Ausführungen auf der firmeneigenen Homepage drängte sich ein solches Gemeinschaftsprojekt in der Region geradezu auf. Denn die Banken der besagten Länder haben eine lange Tradition was die gemeinsame Entwicklung von innovativen Lösungen betrifft. So waren denn auch Bankgirot, Vipps, MobilePay, NemID, Bank-ID und die bei uns vielleicht besser bekannte Bezahllösung Swish gemeinsame Erfolgswerke. Die Banken brachten also viel Erfahrung in der erfolgreichen Projekt-Zusammenarbeit mit und sind dadurch auch hochmotiviert. Laut ihnen soll eine grenzübergreifende Zahlung so einfach und schnell auszuführen sein wie wenn man über WhatsApp eine Nachricht versendet. 
Die Tatsache, dass die Welt immer digitaler wird und die Bedeutung des Smartphones weiter zunimmt, birgt eine riesige Chance sowohl für Unternehmen, als auch für die Konsumentinnen und Konsumenten. So soll denn auch P27 das Bezahlverhalten in den nordischen Staaten revolutionieren. Die neue Plattform soll den Paradigma Wechsel, wie Geld um die Welt bewegt wird, entscheidend mitgestalten und das nicht nur im Bereich P2P, sondern auch für B2C- und B2B-Zahlungen. Diese nahtlose Verbindung der nordischen Volkswirtschaften wird das Wachstum und die Beschäftigung erheblich fördern. 

„Wir dürfen auch einen psychologischen Faktor nicht vergessen: Der Konsument versteht vielfach nicht mehr, warum Dinge heutzutage NICHT in Echtzeit passieren.“
Dr. Peter Robejsek, Mastercard

Visionen spornen an
Durch die Vision, grenzüberschreitende Zahlungen in mehreren Währungen zu etablieren und das Kundenerlebnis dabei entscheidend zu verbessern, wird der gemeinsame Standard wichtige Vorteile für die nordischen Gesellschaften bringen. Zudem will man bei P27, durch die Angleichung der Standards an die Spezifikationen von SEPA, die Türe zur Zahlungsverkehrslandschaft der Eurozone offenlassen und somit eine weitere Harmonisierung bewirken. 

Auch wenn P27 mit konkreten Details bisher noch etwas sparsam in der Kommunikation ist, so will man doch eine Open-Access-Infrastruktur schaffen und, gemäss den eigenen Angaben, das Knowhow mit der Aussenwelt teilen. Denn das bestehende System der internationalen Direktzahlungen soll nicht nur disruptiv gestört werden, sondern man möchte die Finanzbranche mit dem Schwerpunkt auf Zahlungen und Clearing innovativ bearbeiten und auch ständig verbessern - und das natürlich als Hauptdarsteller. Diese Entwicklung wird der gesamten Region zugutekommen. 

Aus der Ferne betrachtet müssen wir neidlos zugeben, dass dieser stolze Mut, entschieden voranzugehen, beeindruckt. Hierzulande ist von dieser innovativen Dynamik leider weder von regulatorischer Seite her, noch von den wichtigen Markteilnehmern viel zu spüren. Während die SNB sehr wohl ein grosses Potenzial in Instant Payments sieht und sich ein kooperatives Vorgehen mit den CH-Banken wünscht, verstehen einige wenige Marktteilnehmer zwar, dass es sich hierbei durchaus um ein strategisches Thema für den Finanzplatz handelt, jedoch passiert, ausser ein paar Gesprächen hinter verschlossener Tür, im Moment noch wenig. Es gibt es bisher kein öffentlich verkündetes Projekt. 

Dabei liegt es auf der Hand, dass die Banken hier vorwärts machen und zusammenspannen:
  • Ein entsprechendes Ökosystem braucht mindestens zwei, besser aber sehr viel mehr Teilnehmerbanken. Es gilt der Grundsatz: je mehr, desto attraktiver!
  • Die Behörden in Europa und auch in der Schweiz wollen zusehends mehr Wettbewerb. Unterschiedliche Infrastrukturen und Standards erschweren es den Banken aber, wettbewerbsfähig zu bleiben und Anforderungen zeitnah und zu einem angemessenen Preis umsetzen zu können 
  • Eine gemeinsame Plattform erleichtert es den Banken, sich an neue Vorschriften anzupassen, senkt die Implementierungskosten und erleichtert die Entwicklung neuer Dienste
So hoffen wir also weiterhin auf eine Instant Payments Plattform, die ähnlich wie z.B. b.Link gemeinsam von einigen Banken -oder besser von der SIX- aufgezogen wird. Und wenn träumen erlaubt ist, dann gerne auch mit Anbindungsmöglichkeiten für die Abwicklungssysteme unserer wichtigsten internationalen Handelspartner (Deutschland, USA, Italien, Frankreich). 

Wir von PPI sind uns bewusst, dass die Banken durch die aktuelle Corona Krise und nationale Initiativen wie QR-Bill, Open Banking, eBill, etc. kaum einen Kopf, geschweige denn Ressourcen haben, sich Gedanken über Instant Payments zu machen. Wir kennen aber auch den Markt (v.a. in Europa) ziemlich gut und wissen dadurch: Instant Payments ist als strategische Frage zu verstehen. Und wer hier nicht rechtzeitig informiert ist und die entsprechenden Vorabklärungen im eigenen Haus tätigt, riskiert im Zahlungsverkehr belanglos zu werden und das Feld anderen zu überlassen. 

Wir wissen wovon wir sprechen und helfen Ihnen gerne. Zum Beispiel durch die gemeinsame Analyse der Prozesse, Schnittstellen und Applikationen, durch die Erarbeitung einer veritablen IP-Strategie oder ganz einfach durch einen Workshop, damit Sie den Überblick behalten und die wichtigsten IP-Initiativen und Umsetzungsbeispiele kennen. 

Vereinbaren Sie ein erstes, kostenloses und unverbindliches Gespräch mit uns.


Dieser Blog wurde von Matthias Hungerbühler gepostet.


24/7/365 Payments in der Schweiz – Eine PPI Situationsanalyse

Seit gut einem Jahr beschäftigen sich die Schweizer Grossbanken auf Anregung der Schweizerischen Nationalbank mit dem Thema Instant Payments (IP) für den Finanzplatz Schweiz. Orchestriert werden die Analysen von einer «Big Three» Consulting-Gesellschaft im Rahmen einer Studie unter Einbezug der Top-Level Manager der jeweiligen Finanzinstitute.
Der nachfolgende Blogbeitrag analysiert die aktuelle Situation zum Thema in der Schweiz, stellt die Sichtweisen der relevanten Akteure dar und gibt Empfehlungen für ein mögliches weiteres Vorgehen ab.

Schauen wir zunächst auf unsere Nachbarn im SEPA-Raum. Im November 2017 wurde SEPA Instant Payments als eigenständiges auf der SEPA basierendes Schema lanciert. Innerhalb von 10 Sekunden können Kunden der freiwillig teilnehmende Banken Beträge mit einer Transaktionsgrenze von 15'000 EUR (ab Juli 2020 100'000 EUR) End-to-End rund um die Uhr versenden und empfangen. Die Gutschrift beim Begünstigten wird unwiderruflich verbucht. Stand heute sind 22 Länder und über 2'000 Banken in Europa erreichbar. Das Instant Payments Transaktionsvolumen beträgt derzeit ca. 5% aller SEPA-Transaktionen.

Ausserhalb des SEPA-Raums gibt es noch weitere produktive Instant Payments Systeme ausserhalb des Euros. Zu erwähnen wären hier beispielsweise «Faster Payments» in England (seit 2008), «Express ELIXIR» in Polen (seit 2012), «CERTIS/AMOS» in Tschechien (seit 2018) oder die auch hierzulande bekannte mobile Lösung «Swish» aus Schweden (seit 2012). Rund um den Globus sind weitere produktive Instant Payment Lösungen im Markt angekommen, z.B. «New Payments Platform NPP» in Australien (seit 2018), «IBPS» in China (seit 2010) oder das aktuelle Projekt «Realtime Payments» vom US Clearing House.

Wie stellt sich zurzeit die Situation in der Schweiz dar? In Gesprächen mit Bankvertretern wird oft das Argument ins Feld geführt, dass hierzulande mit der zentralen SIC-Plattform bereits ein Realtime-System zur Verfügung stehen würde und Kunden schon heute mit der TWINT-App Instant Payments tätigen können. Zudem sei die Nachfrage bei den Kunden nach Instant Payments nicht wirklich vorhanden. Aus Sicht PPI stellt SIC selbstverständlich eine gut aufgestellte zentrale Plattform mit über 300 teilnehmenden Banken zur Verfügung und die Überweisungen sind zu den Cutoff-Zeiten in der Regel auch sehr kurz, man könnte sagen «near instant» und für Nutzer von TWINT ist für Kleinbeträge das Empfinden in der Tat instant, dies sogar rund um die Uhr, auch samstags und sonntags.

Mit den eingangs erwähnten produktiven Angeboten in Europa und auch international kann die hiesige Infrastruktur jedoch nicht ganz mithalten, was auch die Initiative der Schweizerischen Nationalbank unterstreicht. Aus Sicht des Betreibers der SIC-Plattform soll sich der Finanzplatz Schweiz in Anbetracht der zunehmenden Konkurrenz im internationalen Zahlungsverkehr Gedanken machen, in welcher Art und Weise Instant Payments in der Schweiz eingeführt werden könnte. Als Konkurrenz sind denn auch nicht nur ausländische Banken gemeint, sondern in erster Linie auch Lösungen der sog. «GAFA» (Google, Apple, Facebook und Amazon) aus den USA oder sog. Closed Loop Systeme wie Alipay aus China.

Die Vertreter der SNB sehen ein grosses Potential für Instant Payments in der Schweiz und wünschen sich ein kooperatives Vorgehen der Schweizer Finanzinstitute mit dem Ziel ein IP-Schema für Schweizer Franken mit freiwilliger Beteiligung der hiesigen Banken zu implementieren. Idealerweise würde SIX als operativer Betreiber des aktuellen Systems SIC4 eine neue separate Plattform aufbauen und diese gemeinsam mit den Banken im Markt einführen. Eine der grössten Herausforderung für eine Markteinführung besteht im Umstellungsbedarf der Zahlungsverkehrsinfrastrukturen bei den Banken.

PPI-Umfragen bestätigen einen grossen Handlungsbedarf bei den Zahlungsverkehrs-Systemen im Falle einer Umstellung auf Instant Payments. Insbesondere die Hochverfügbarkeit (24/7/365) stellt eine grosse Herausforderung dar, was auch das Zitat von Jürgen Kaczmarek von der DZ BANK mit produktivem IP-Angebot, verdeutlicht: «Die grösste Herausforderung bei Instant Payments ist das Betreiben einer unterbruchfreien Infrastruktur, 24 Stunden, 7 Tage die Woche an 365 Tagen im Jahr». Die jeweiligen Umsetzungszeiten für das Erreichen einer IP-Compliance werden von den Finanzinstituten im Rahmen von einem halben Jahr bis zu zwei Jahren angegeben.

Es liegt auf der Hand, dass solche Systemanpassungen erhebliche Investitionen seitens der Banken mit sich bringen und aus diesem Grund nach einem Business Case gesucht wird. Denkbar wäre z.B. das Erheben von Gebühren auf Instant Payments, wie es z.B. in Frankreich mehr oder weniger erfolgreich praktiziert wird. In Märkten wie Deutschland oder der Schweiz scheint dieser Ansatz allerdings wenig erfolgsversprechend, da die Kundschaft, insbesondere im Retail- und KMU-Geschäft, den Zahlungsverkehr als kostenlose Dienstleistung betrachtet. Dies würde sich auch mit Instant Payments kaum verändern.

Nichtsdestotrotz können die Banken das Thema nicht einfach ignorieren. Wie sagte kürzlich ein Bankenvertreter: «es wird sowieso kommen, die Kunden werden es als selbstverständlich fordern und wenn wir es nicht anbieten können, spielen wir im Zahlungsverkehr keine Rolle mehr». Selbstverständlich ergeben sich auch bei Instant Payments Chancen für die Banken. Diese liegen jedoch viel eher im strategischen Bereich, wo es darum geht das Bankkonto als Ankerprodukt zu verteidigen und gegebenenfalls durch geschickte Kooperation mit Drittanbietern das oft zitierte, für alle nutzenbringende, Ökosystem aufzubauen.


Gemäss unseren Erfahrungen mit IP-Projekten in Europa und in Anbetracht der doch relativ langen Implementierungszeiten, sollten jetzt die Analysen abgeschlossen und die Planungsarbeiten für eine IP-Einführung auf dem Finanzplatz Schweiz gestartet werden. Wohlwissend, dass gewichtige weitere nationale Initiativen wie QR-Bill, eBill oder b.Link ebenfalls Ressourcen benötigen und auch in Zukunft noch benötigen werden, kann aus strategischer Sicht das Thema Instant Payments nicht auf die lange Bank geschoben werden. Die erwähnten konkurrierenden Payments Provider werde auf die speziellen Umstände im Schweizer Markt keine Rücksicht nehmen.

PPI unterstützt Schweizer Finanzinstitute mit Instant Payments Workshops, dem «Payments Speed Checkup» und Strategie-Entwicklungen. Gerne treffen wir uns mit Ihnen zu einem ersten, kostenlosen, unverbindlichen Gespräch (auch online).


Dieser Blog wurde von Carsten Miehling gepostet

Was wäre wenn Instant Payments morgen eingeführt würde?

Um dieser Frage nachgehen zu können, muss erst einmal klar sein, was Instant Payments denn eigentlich genau sind. Viele verstehen unter diesem Begriff einfach nur das Prozedere schnell Geld von A nach B überweisen zu können, doch der Begriff beinhaltet deutlich mehr. Per Definition sind Instant Payments elektronische, multikanalfähige Zahlungsverkehrslösungen, die permanent (24/7/365) zur Verfügung stehen und folgende Charakteristika aufweisen:

Zahlungen werden sofort (also innerhalb von Sekunden nach Auslösung der Zahlung)
- an den PSP des Zahlungsempfänger übermittelt
- dem Zahlungsauslöser bestätigt
- dem Konto des Zahlungsempfängers gutgeschrieben
- dem Empfänger verfügbar gemacht

Unter Beachtung dieser Parameter stellen wir schnell fest, dass Instant Payments deutlich mehr sind, als nur ein einfacher Überweisungsvorgang oder ein reines Bankprodukt. Ebenso fällt auf, dass es teilweise bereits seit Längerem Produkte und Lösungen am Markt gibt, die in die Kategorie Instant Payments fallen. Auch wenn diese in vielen Fällen bislang lediglich als geschlossenes System funktionieren, sind sie dennoch bereits heute ein Bestandteil unseres Zahlungsverkehrsalltags.

Status Quo
Mit SEPA Instant Payments und PSD2 stehen innerhalb der EU Konstrukte zur Verfügung, auf deren Basis die Einführung und Umsetzung von Instant Payments ermöglicht und vorangetrieben werden sollen. Dennoch sieht sich die Realität teilweise immer noch weit von einer umfassenden Einführung und vor allem einer Etablierung von Instant Payments entfernt. Die Gründe hierfür sind vielfältig:
Echtzeitüberweisungen sind beispielsweise nur möglich, wenn beide involvierten Banken den entsprechenden Service anbieten (was Stand heute z.B. in Deutschland auch mehr als 1 Jahr nach dem offiziellen Start noch immer nicht flächendeckend der Fall ist). Ein weiteres Hindernis ist die teils sehr differenzierte Preisgestaltung, von «im Preis inklusive» bis hin zu «vollkommen überteuert» ist hier alles mit dabei. Für Kunden stellt sich somit die Frage, wieso sie für einen Service Geld bezahlen sollen, den es bei anderen Anbietern bereits seit Jahren völlig kostenfrei und auch noch mit deutlich mehr Zusatzdiensten (bspw. Käuferschutz) gibt – Stichwort PayPal, hierbei einer der grossen Konkurrenten und «Angstgegner» der Banken. Auch das Fehlen von einheitlichen technischen Schnittstellen und standardisierten Prozessen für den Einsatz am POS, im E-Commerce und P2P-Zahlungen verhindern das Ablösen bestehender Verfahren und somit das Etablieren von Instant Payments und das damit verbundene Innovationspotential. Auch wenn es bereits verschiedenste Produkte am Markt gibt (u.a. auch von Banken), fehlt es hierbei, neben der Interoperabilität zueinander, meist auch an der entscheidenden Verbesserung gegenüber bestehenden Verfahren und Möglichkeiten (Geschwindigkeit, Usability, u.v.m.). 

Was wäre nun, wenn...
Gerade für Corporates dürften sich bezüglich der fiktiven morgigen Einführung von Instant Payments sowohl freudige Erwartung als auch gewisse Bedenken bezüglich eigener Prozesse einstellen. Neben der sehnlichst erwarteten sofortigen Zahlungsbestätigung sowie entsprechenden Möglichkeiten im Bereich Treasury, stehen diese auch vor der Herausforderung, ihre Folgeprozesse an die Geschwindigkeit der Bezahlprozesse anzupassen. Nicht nur bei Online-Einkäufen wird dann ein sofortiger bzw. taggleicher Warenversand erwartet, auch müssen z.B.  Dienstleistungen wie Prepaid-Aufladungen oder der Kauf von Aktienfonds entsprechend auf die verschiedenen Zahlungswege angepasst werden. 
Für Privatanwender dürfte sich die erste Entwicklungsstufe grundsätzlich nicht übermässig bemerkbar machen. Ein Bedarf an Echtzeitüberweisungen wird sich in der breiten Masse erst einstellen, sobald sich diese als Standard etabliert und bestehende Verfahren kostenneutral ersetzt haben. Bereits verfügbare, geschlossene P2P-Zahlungssysteme werden zwar weiter an neuen Nutzern gewinnen, jedoch ebenfalls keine bestehenden Verfahren ablösen oder Kehrtwenden herbeiführen. 
Richtig spannend wird es daher erst, sobald P2P-Anbieter die derzeit noch fehlende Interoperabilität beseitigen und damit Nutzern, auch wenn sie verschiedene P2P-Lösungen verwenden, den gegenseitigen Geldtransfer ermöglichen. Die damit geschaffene Reichweite der Mobile-Payment-fähigen Lösungen ist jetzt auch für Händler höchst interessant, denn nun kann dank der Interoperabilität mit der gleichen App auch gleich am POS bezahlt werden. Die bislang zwischengeschaltete Debitkarte und die damit verbundenen Händlergebühren können somit zukünftig umgangen werden. Auch die Integration von immer mehr Mehrwertdiensten wie beispielsweise Payback-Lösungen, Gutscheinen, Coupons oder Bonuskarten wird deutlich zunehmen und damit auch weiter die Attraktivität entsprechender Bezahllösungen steigern. 

Fazit
Instant Payments weisen einen disruptiven Charakter auf und haben somit das Potential, bestehende Technologien durch Verbesserung derer alten Strukturen zu ersetzen und diese schlussendlich zu verdrängen. Früher oder später werden alle relevanten Bezahlverfahren über Instant Payments erfolgen, denn neben den nicht zu leugnenden Effizienzgewinnen für alle Beteiligten ist gerade unsere heutige Lebensart der massgebliche Treiber von Instant Payments. Alles muss schnell, jederzeit und zu jedem Zeitpunkt überall möglich sein, angefangen bei der Informationsbeschaffung, über Kommunikation, Bestellvorgänge und schlussendlich bis hin zur Bezahlung. Auf Bankenebene ist es eher eine Frage des Geschäftsmodells und weniger der technischen Umsetzung, deren Grundlagen innerhalb der Bankenwelt mittlerweile weitestgehend geschaffen und verfügbar sind. Unsere heutige Welt ist bereits «Instant» und dorthin wird sich unweigerlich auch unser Zahlungsverkehr entwickeln. Die Frage bleibt jedoch, inwieweit sich Banken gegenüber Drittanbietern behaupten und damit ihre Ertragsquellen aus dem Zahlungsverkehr sichern können. Wieder einmal dürften Innovationskraft und Geschwindigkeit die massgebenden Faktoren für einen nachhaltigen Erfolg sein.

Dieser Beitrag wurde von David Lehr gepostet.

#InstantPayments

Die Echtzeitökonomie kommt im Zahlungsverkehr an

Seit geraumer Zeit predigen wir von PPI es immer und immer wieder: Instant Payment ist eines der wichtigsten oder besser gesagt das „entscheidende“ Losungswort im Zahlungsverkehr der nahen Zukunft. Wir haben uns in vergangenen Blogs periodisch mehrfach dem Thema angenommen. Die Tendenz dazu kommunizierten wir bereits vor einigen Jahren, so zum Beispiel im Beitrag vom Juni 2016 „Behavioral Economics & Payment Industry – wie werden wir in Zukunft bezahlen?“. Später dann, im Mai 2017, wies Carsten Miehling unter dem Titel „Instant Payments - The New Normal?“ konkreter auf die Ausgestaltung des Services und auf mögliche Anwendungsfelder hin. Im Beitrag über das Frankfurter Payment Network von Februar 2018 war Instant Payment auch für die EZB und natürlich für EBA-Clearing ein ganz wichtiges Thema und wir entschieden uns zu Recht und erfolgreich, den Top Event im April 2018 unter dieses Thema zu stellen. 

Aber was macht uns so sicher, dass Instant Payment wirklich „The New Normal“ wird? Ganz einfach, die Wirtschaft liebt und verlangt Instant Payment. Warum? Weil die Kosten für die Absicherung des Ausfallrisikos beim Händler wegfallen. Weil dieser sofort nach der Transaktion über den eingegangenen Betrag verfügen kann. Weil Zwischendienstleister ausgeschaltet werden können. Weil es zu sinkenden Kosten aufgrund von mehr Wettbewerb im Zahlungsverkehr führen wird. Weil das Liquiditätsmanagement der Corporates erheblich vereinfacht wird und weil u.U. der Umsatz erhöht werden kann, wenn dadurch z.B. die Lagerzeit verkürzt und die Abläufe instant und nahtlos aufeinander abgestimmt werden können.

Für Logistiker ein Traum und für die Banken ein (Alp-)Traum?
Wie angetönt glauben wir, dass kein Weg an Instant Payment vorbeiführt. Wie bei anderen Digitalisierungsprojekten auch, müssen die Banken in ihre IT investieren und entsprechende Anpassungen im Backend vornehmen, oftmals muss dieses auch modernisiert werden. Was also ist die Motivation für Banken, wenn es eigentlich nur nach zusätzlichen Kosten aussieht? Dass diese nicht gering sein werden, liegt auch daran, dass neben den IT-Systemen auch Prozesse und Produkte im Zahlungsverkehr betroffen sein werden. Gewisse Konstellationen, die von dem Umstand der verzögerten Ausführung und den Bankwerktagen geprägt sind, fallen auf einmal weg. Betrachtet man die währungsübergreifende Zahlungsabwicklung wird die ganze Sache noch komplexer und aufwendiger.

Um das zu beantworten, müssen weitere Abhängigkeiten verstanden werden. Grosskunden springen z.B. in Deutschland auf den Zug von SEPA Inst auf. Ein Dienst, der ursprünglich für Einzelzahlungen gedacht war, wird heute bereits von Firmen wegen des Liquiditätsmanagements und des Informationsflusses für Bulk-Zahlungen genutzt. Denn die Rückmeldung, ob die Zahlung ausgeführt wurde oder nicht, ist für den Sender umgehend verfügbar. Je nach Branche und Prozess kann das eine entscheidende Information sein. Wenn ich als Grosskunde regelmässig zeitkritische Zahlungen ausführen muss, werde ich mir logischerweise eine Bank suchen, die Instant Payments kann. Auch wenn Grosskunden häufig mehrere Bankverbindungen unterhalten, ist es durchaus interessant, die Hauptbank des Kunden zu sein. 

Welche Rolle soll ich als Bank künftig im ZV spielen?
Darauf aufbauend stellt sich natürlich ganz grundlegend die Frage, welche Rolle ich als Finanzinstitut in Zukunft einnehmen möchte und ob Zahlungsverkehr aus strategischer Sicht da dazu gehört. Und wenn ja, dann bitte richtig. 

Mit SEPA Inst ist der Wettbewerb unter den Banken in Deutschland seit diesem Jahr voll im Gange. Die Hypo-Vereinsbank war die erste und bot diesen Service bereits ab November 2017 an. Im vergangenen Sommer folgte dann die Sparkassen-Finanzgruppe und bis Ende des Jahres wollen auch die Volks- und Raiffeisenbanken die technischen Voraussetzungen schaffen und ihren Kunden ab 2019 nach und nach Echtzeitüberweisungen zur Verfügung stellen. Bisher verlangen die Institute für diesen Service noch ganz unterschiedliche Gebühren, vgl. die Aufstellung hier. Aber aufgrund des starken Wettbewerbs ist mit einer baldigen Angleichung der Preise zu rechnen. Hier stellt sich die Gretchenfrage, ob solche Zahlungen mittel- und langfristig auch kostenlos sein werden. Allenfalls ist der Ansatz aus Holland gleich alle und zwar wirklich alle Zahlungen instant abzuwickeln der beste Ansatz, da dann die (kostspielige) Fallunterscheidung wegfällt.

Aus Schweizer Sicht könnte man sich nun entspannt zurücklehnen und argumentieren, dass der Anteil an Euro-Zahlungen bei uns verhältnismässig gering sei. Im Vergleich zum Volumen der Inlandzahlungen ist das wohl wahr. Doch Instant Payments machen aufgrund der aufgeführten Gründe v.a. für grosse Corporates auch im Inland Sinn und es geht mehr denn je darum, als Bank den Anschluss nicht zu verpassen. Es ist sowieso anzunehmen, dass in nicht allzu ferner Zukunft auch ein Instant-Schema für den Schweizer Franken implementiert werden wird (analog den Nicht-Euro-Länder wie Polen oder Ungarn). Und wenn die hiesige Finanzindustrie sich nicht oder nur zögerlich bewegt, muss davon ausgegangen werden, dass ausländische Banken mit Niederlassungen in der Schweiz beginnen, ihren Kunden diesen Service über die Infrastruktur der Muttergesellschaft anzubieten. 

Das Wettrennen ist also auch hierzulande eröffnet und wir sind gespannt, wann die ersten richtigen Angebote der heimischen Finanzindustrie auf den Markt kommen. 

Dieser Blog wurde von Matthias Hungerbühler veröffentlicht.

#InstantPayments #Zahlungsverkehr


Instant Payments in den USA

Die Europäischen Initiativen (Faster Payments, SEPA Instant Payments etc.) sind in der Zwischenzeit auch auf dem Finanzplatz Schweiz bekannt. Auch, dass Australien ein neues System – New Payments Platform – auf der Basis von SWIFT aufbaut, hat sich bereits herumgesprochen. Wohl noch etwas weniger bekannt könnte das Projekt im Dreihundertmillionen-Markt Amerika sein. Ein guter Grund dieses Projekt einmal unter die Lupe zu nehmen. Speziell aufgefallen ist in letzter Zeit eine Publikation der Faster Payments Taskforce. Unter dem Titel „The U.S. Path to Faster Payments, Final Report Part Two: A Call to Action.“ beschreibt die Taskforce, in welcher Art und Weise die USA bis 2020 ein neues Instant Payments System realisiert haben wollen.

Zunächst fällt auf, dass die Taskforce, getrieben von der amerikanischen Zentralbank (Federal Reserve), grossen Wert darauf gelegt hat, möglichst alle Stakeholder von Anfang an miteinzubeziehen. Neben Finanzinstituten sind Payment Provider ohne Banklizenz, Händler, Konsumentenvertreter, Behörden, Regulatoren, Standardisierungsgremien, Industrieorganisationen, Berater und Akademiker mit von der Partie. Nach einem Aufruf der Federal Reserve zur Mitwirkung in der Taskforce, haben sich auf Anhieb dreihundert Interessenten gemeldet. Die richtige Mischung und Grösse der Taskforce zu finden war denn auch eine erste und grosse Herausforderung, wie Jim Reuter (FirstBank Colorado), Mitglied des Steering Komitees, in einem Interview zugibt.

Herzstück des Dokumentes sind zehn konkrete Empfehlungen zur Umsetzung, für welche sechzehn Lösungsvorschläge erarbeitet wurden. Die Taskforce selbst favorisiert keine Umsetzungslösung, sondern setzt typisch amerikanisch auf die Macht des Marktes. Umrahmt werden die Empfehlungen von sechs Kriterien (die Vision), welche zu Beginn des Projektes definiert wurden: Ubiquity (allgegenwärtig, d.h. jeder Akteur kann Geld senden und empfangen), Efficiency (Effizienz als Anforderung an die Zahlsysteme), Safety & Security (sicher & garantiert, um Vertrauen in das System zu schaffen), Speed (schnell, d.h. in Echtzeit), Legal (gesetzmässig, d.h. den heutigen Gesetzen entsprechend) und Governance (überwacht, im Sinne von transparenten Prozessen und definierten Zuständigkeiten).


Wie sehen nun die Empfehlungen im Detail aus?



Fazit: Amerika hat erkannt, dass seine Zahlungsverkehrssysteme nicht mehr den aktuellen Anforderungen entsprechen und man als Markt anderen Regionen auf der Welt hinterherhinkt. Um eine bereits stattfindende Fragmentierung von Lösungen zu bekämpfen, wurde eine Taskforce unter der Leitung der Zentralbank ins Leben gerufen. Eingebunden in die Tasforce sind von Anfang verschiedenste Stakeholder. Der Bezahlvorgang soll ähnlich einfach wie der Anruf einer Person auf sein Handy sein. Der Anrufer erhält augenblicklich Feedback, der Vorgang ist sehr einfach und niemand muss über Hintergründe wie Netzwerk, Interoperationalität, Name des Telefon-Anbieter des Angerufenen und Ähnliches Bescheid wissen. Herausragend an diesem Vorgehen ist gemäss Meinung des Autors der generelle und offene Ansatz dieser Initiative. Etwas, was man in hiesigen Projekten teilweise vermisst. Da werden noch viele Konzepte im Elfenbeinturm unter Bankvertretern geboren.


Dieser Beitrag wurde von Carsten Miehling gepostet.

#InstantPayment #SEPAInst #Fed #USA


PPI TopEvent - Eine Herzensangelegenheit

Am Donnerstag dem 19. April lud PPI Schweiz zum diesjährigen Frühlings TopEvent ein. Obwohl die Registrierung für den Anlass erst auf vier Uhr angegeben war, nutzen viele Besucher das wunderschöne, sommerliche Wetter und trafen früher ein. So entwickelte sich in den warmen Sonnenstrahlen schon früh ein reger Austausch unter den Gästen.

Um 16:30 begrüsste Carsten Miehling die etwa 150 Teilnehmer und übergab die Moderation des Anlasses an Matthias Hungerbühler. Dieser stellte Katja Heyder, Head of Marketing and User Relations bei EBA CLEARING, vor. In ihrer Key Note zum Thema «SCT Inst - erste Erfahrungen» gab sie einen Einblick in die ersten fünf Monate, in welchen RT1 nun schon live ist.

RT1 ist die Verarbeitungsplattform von EBA Clearing für «instant SEPA credit transfer» für ganz Europa. RT1 unterstützt Zahlungsdienstleister bei der Durchführung von Euro Transaktionen in weniger als 10 Sekunden End-to-End, d.h. der Begünstigte hat den Zahlbetrag umgehend zur Verfügung. Finanz Institute aus ganz Europa können RT1 für ihre Euro Zahlungsprodukte verwenden. Voraussetzung ist, dass die Produkte dem SCT Inst Scheme of the European Payments Council (EPC) und dem globalen ISO 20022 Meldungsstandard für Real-Time Zahlungen entsprechen.

Wie Katja Heyer ausführte, ging RT1 am 21. November 2017 live, umfasst aktuell 22 Teilnehmer in 12 Ländern und 576 von 590 BICs adressierbare Zahlungsdienstleistern, welche das SCT Inst Schema unterstützen.

Einige Eckdaten zum Betrieb von RT1:
  • seit dem 21. November läuft der Betrieb sehr stabil
  • 24 x 7 Betrieb und Verarbeitung
  • aktuell werden rund 12'000 Zahlungen pro Tag verarbeitet
  • RT1 hat den Meilenstein von 500'000 Transaktionen am 19. Februar 2018 erreicht und denjenigen für 650'000 am 8. März 2018
  • mehr als 99% aller Transaktionen wurden innerhalb weniger Sekunden abgewickelt.
Gebannt lauschten die Gäste auch den Ausführungen zur den Erfahrungen mit den teilnehmenden Ländern, z.B. dass Holland schon alle Zahlungen bis Euro 15'000 automatisch als Instant Zahlungen abwickelt.


Nachdem Katja Heyder mit Applaus verabschiedet wurde, stellte Matthias Hungerbühler den nächsten Referenten, Jürgen Kaczmarek, Head of Operations Management, DZ BANK AG, vor. Jürgen Kaczmarek nahm sich dem Thema «Instant – the new normal» an.

Die DZ Bank AG Deutsche Zentral-Genossenschaftsbank aus Frankfurt am Main gehört den mehr als 900 Genossenschaftsbanken in Deutschland und verfügt über das Leistungsspektrum einer klassischen Universalbank. Im Zahlungsverkehr verarbeitet die DZ Bank jährlich rund 77 Milliarden Transaktionen. Es lässt sich leicht vorstellen, dass ein Zahlungsvolumen in dieser Grössenordnung immense Herausforderungen bezüglich «Instant Payments» stellt.

Jürgen Kaczmarek ging dann auch gleich auf diese Herausforderungen ein:
  • Betrieb und Verarbeitung 7 x 24 x 365
  • Unterbrechungsfreie Releasewechsel
  • Liquiditätsmanagement bei den Zentral Banken auch für Wochenende und Feiertage
  • Weitere Reduktion der Ausführungszeiten, insbesondere bei POS-Transaktionen sind 10 Sekunden viel zu lange
DZ Bank begegnet diesen Herausforderungen zusammen mit PPI, dem bewährten und langjährigen Partner.

Natürlich stellt sich auch die Frage, braucht es «Instant Payment» überhaupt oder ist dies nur ein weiterer Hype? Jürgen Kaczmarek beantwortete diese Frage gleich mit einigen Anwendungsszenarien:

Für B2B
Zug um Zug Geschäfte (die Betragsgrenze von Euro 15'000 muss hierfür angehoben werden)
Für C2B
Einsatz am POS (kritisch hier noch die Ausführungszeit von 10 Sekunden
E-Commerce
Möglichkeit neuer Angebote in Verbindung mit PSD2 und XS2A

Für P2PGrosses Potenzial, z.B. der Wechsel von Instant Payment zu Instant Payment SEPA
Je nach Bank schon gefühlte Realität, z.B. Geld Senden und Anfordern, Kwitt, Paypal
Wahrscheinlich wird Instant auch einen grossen Einfluss auf Mobile Payment haben


Nicht unerwähnt soll bleiben, dass mit dem unbedachten Einsatz von Instant Payment auch eine Kannibalisierungsgefahr der Erträge besteht.


Auch Jürgen Kaczmarek wurde unter grossem Applaus vom sehr interessierten Publikum verabschiedet.

Nicht nur den heissen Themen, sondern auch den sommerlichen Temperaturen war es geschuldet, dass Matthias Hungerbühler vor der Panel-Diskussion den Gästen eine 15-minütige Pause gewährte.

Der mit Interesse erwarteten Diskussion zum Stand der Harmonisierung Zahlungsverkehr Schweiz «Die letzte Meile» stellten sich
  • Markus Beck, Head of Corporate Cash Management & Payment Solutions, Raiffeisen
  • Alfred Meyenberg, Programmleiter Harmonisierung ZV, Post Finance
  • Markus Meyer, Head Cash Management Services, UBS
  • Matthias Sailer, Leiter Produktmanagement und Karten, ZKB
  • Alain Schmid, Head Payment Services, Credit Suisse
Die Rolle des Moderators übernahm Carsten Miehling, CEO PPI Schweiz.

Die erste Frage aus dem Publikum an das hochkarätige Quintett war, ob die jeweiligen Institute nach dem 30. Juni die Annahme von DTA-Dateien verweigern werden. Ausser Post Finance, die schon alle Kunden auf ISO 20022 umgestellt hatte, war der Tenor, dass Kunden, welche in Projekten sind, jedoch den Zeitpunkt nicht einhalten können, auch weiterhin unterstützt werden. Es würden jedoch keine neuen Kunden mit DTA akzeptiert.



Zur Frage «Was könnte man rückblickend anders machen? Was war gut?» tauschten die Teilnehmer die Erfahrungen aus ihren Instituten aus, wobei auch durchaus kritisch über den einen oder anderen Punkt diskutiert wurde. Im Grossen und Ganzen ist man mit dem Erreichten jedoch zufrieden. Die Einführung eines neuen Standards sei immer eine Herausforderung.

Zufrieden zeigte sich auch Carsten Miehling über das neue Format der Panel-Diskussion, welche einen sehr hohen Informationsgehalt hatte und den Gäste in relativ kurzer Zeit viel lieferte.

Zum Abschluss wurde auch das Panel mit grossem Applaus und mit Sprüngli Gutscheinen, die auch Katja Heyer und Jürgen Kaczmarek erhalten haben, verabschiedet.

Im Anschluss an den offiziellen Teil eröffnete Matthias Hungerbühler den Apéro. Ein weiteres Mal zauberte die Mannschaft des Restaurants Werdguet einen Gaumenschmaus aus der Küche. Ein herzliches Dankeschön an dieser Stelle an Andreas Schober und sein Team. Während dem intensiven und abwechslungsreichen Networking wurden die Gäste mit variantenreichen schmackhaften Häppchen und Getränken verwöhnt. Der sommerliche Abend und die guten Gespräche führten dazu, dass sich manch ein Teilnehmer erst gegen Mitternacht auf den Heimweg machte, wohl mit der festen Absicht, auch beim nächsten Anlass am 25. Oktober 2018 wieder dabei zu sein.


Für Sie gebloggt hat René Heusser

#PPITopEvent #InstantPayments #HarmonisierungZV #TheNewNormal #PanelDiskussion #