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Instant Payments Teil 2: IP in Europa

Der zweite Teil unser Instant Payments Reihe beschäftigt sich mit der Fragestellung, wie es mit Instant Payments im SEPA-Raum ausschaut? Grundlegend kann bereits zu Anfang festgehalten werden, dass sich die Umsetzung und Ausprägung von Instant Payments - trotz europäischer Initiative - auf nationaler Ebene abspielt. Wer vorerst noch mehr über die Vorteile der einzelnen Nutzer (Verbraucher, Händler & Corporates) erfahren möchte, dem empfehlen wir einen Blick in unseren ersten Teil der Artikelserie.

Aktueller Stand SCT Inst

Trotz der vielen Vorteile, muss ergänzt werden, dass SCT Inst in den meisten Ländern noch nicht als «New Normal» gilt und das Service-Angebot von Banken und Payment Service Providern stark variiert. Aktuell sind nur rund 60% der europäischen Zahlungsverkehrsdienstleister dem SCT-Inst-Verfahren angeschlossen. Etwa 90% Instant Payment-Transaktionen liegen derzeit unter 1.000€, und die meisten Transaktionen (etwa 70%) werden tagsüber (zwischen 6:00 und 18:00 Uhr) durchgeführt. Je höher die Marktdurchdringung wird, desto stärker wird auch der Einfluss auf andere Zahlungsmethoden.

Deutschland & Österreich 

Eine Banken-Umfrage in Deutschland und Österreich gibt Aufschluss darüber, weshalb viele Banken zögerlich bei der Einführung sind. So ist die Teilnahme an der SCT Inst Lösung für Banken freiwillig. Hinzukommt, dass es zwei Clearing-Anschlüsse (TIPS & RT1) gibt, welche nicht miteinander kompatibel sind. Wenn also eine Bank erreichbar sein möchte, muss sie beide Anschlüsse bedienen können. Gleichzeitig geht die Implementierung mit erheblichen Investitionskosten einher. Betrachtet man das Verhältnis von «normalen» SEPA Zahlungen und SCT Inst wird deutlich, dass die Kundennachfrage noch nicht besonders hoch ist. Gerade einmal 11% der SEPA Zahlungen entfallen auf Instant Payments. Diese geringe Nachfrage führt dazu, dass viele Banken Instant Payments nicht aktiv bewerben, sondern eher als Nischenprodukt führen und mit hohen Gebühren versehen. Durch zu hohe Gebühren sinkt der Kundenmehrwert gegenüber einer kostenlosen SEPA Überweisung deutlich, sofern es sich nicht um einen Notfall handelt. Eine Kombination von Instant Payments mit weiteren Payment-Services wie «Open Banking» könnte den Nutzen deutlich steigern. Hier sind in erster Linie die PSPs gefragt neue Services oder Produkte zu entwickeln, doch eine Marktdurchdringung von rund 11% ist für die meisten Anbieter ein Grund andere Projekte zu priorisieren.


Niederlande

SCT-Inst ist in den Niederlanden seit Mai 2019 in Betrieb und ermöglicht Kunden, Geld auf Konten bei teilnehmenden Banken im Zahlungsnetzwerk zu überweisen.

Instant Payments decken 100% der P2P- und Internetbanking-Transaktionen ab, da sie als Standard-Überweisung ohne zusätzliche Kosten von den Banken angeboten werden. Etwa 95% der niederländischen Zahlungskonten sind innerhalb von 5 Sekunden und rund um die Uhr erreichbar. Gegenwärtig werden B2C-Zahlungen wie Gehälter oder Versicherungsansprüche und B2B-Zahlungen nicht im Sofortzahlungsmodus abgewickelt. 


Schweden

Im Jahr 2012 entstand in Schweden aus einer Bankenkooperation der Service «Swish». Dieser ermöglicht mobile Instant Payment Zahlung zwischen Verbrauchern und Unternehmen. 

Swish wird inzwischen von 7,9 Millionen der insgesamt 10,2 Millionen Einwohner Schwedens genutzt und hat sich zur bevorzugten Online-Zahlungsmethode entwickelt. Ursprünglich für Transaktionen zwischen Privatpersonen geschaffen, wurde Swish schnell auf Flohmärkte, Gottesdienstspenden sowie auf alle kleinen Unternehmen ausgeweitet, die die Kosten für die Annahme von Kreditkarten vermeiden wollten. Swish wird inzwischen häufiger als Bargeld verwendet und macht 9% aller POS-Transaktionen aus, wodurch die Bargeldnutzung auf den niedrigsten Stand aller Zeiten gesunken ist. 


Ungarn

Nach einer dreimonatigen öffentlichen Konsultation im Jahr 2016 beschloss die ungarische Nationalbank (MNB) die Einführung einer Instant Payments Lösung, um die Verwendung von Bargeld zu verringern und elektronische Transaktionen zu fördern. Von Anfang an wurde verbindlich vorgeschrieben, dass Banküberweisungen innerhalb von 5 Sekunden und 24/7/365 gutzuschreiben sind.

Alle Sofortzahlungen sind unwiderruflich und sofort auf dem Konto des Empfängers verfügbar. Zusätzlich zu der Möglichkeit, «Request to Pay» Anfragen zu senden, können alle Kontoinhaber Aliasnamen wie E-Mail-Adressen, Steuernummern oder Mobiltelefonnummern verwenden. 

Die ungarischen Behörden haben die Verwendung von Sofortgutschriften für alle Transaktionen unter 30.000 € verbindlich vorgeschrieben, mit dem klaren Ziel, Bargeldtransaktionen zu ersetzen. Die Tatsache, dass Instant Payments für Banken verpflichtend gemacht wurden, hat ein innovationsförderndes Umfeld für Fintech-Unternehmen geschaffen.

Im finalen Teil der Artikelserie werden für uns mit den Herausforderungen für die Banken beschäftigen und welche Erfolgsfaktoren erfüllt sein müssen, damit die Instant Payments in der Schweiz den Erwartungen gerecht werden kann.

Dieser Blog wurde von Jonas Löhr verfasst. Bleiben Sie gespannt auf Teil 3 nächste Woche. 

24/7/365 Payments in der Schweiz – Eine PPI Situationsanalyse

Seit gut einem Jahr beschäftigen sich die Schweizer Grossbanken auf Anregung der Schweizerischen Nationalbank mit dem Thema Instant Payments (IP) für den Finanzplatz Schweiz. Orchestriert werden die Analysen von einer «Big Three» Consulting-Gesellschaft im Rahmen einer Studie unter Einbezug der Top-Level Manager der jeweiligen Finanzinstitute.
Der nachfolgende Blogbeitrag analysiert die aktuelle Situation zum Thema in der Schweiz, stellt die Sichtweisen der relevanten Akteure dar und gibt Empfehlungen für ein mögliches weiteres Vorgehen ab.

Schauen wir zunächst auf unsere Nachbarn im SEPA-Raum. Im November 2017 wurde SEPA Instant Payments als eigenständiges auf der SEPA basierendes Schema lanciert. Innerhalb von 10 Sekunden können Kunden der freiwillig teilnehmende Banken Beträge mit einer Transaktionsgrenze von 15'000 EUR (ab Juli 2020 100'000 EUR) End-to-End rund um die Uhr versenden und empfangen. Die Gutschrift beim Begünstigten wird unwiderruflich verbucht. Stand heute sind 22 Länder und über 2'000 Banken in Europa erreichbar. Das Instant Payments Transaktionsvolumen beträgt derzeit ca. 5% aller SEPA-Transaktionen.

Ausserhalb des SEPA-Raums gibt es noch weitere produktive Instant Payments Systeme ausserhalb des Euros. Zu erwähnen wären hier beispielsweise «Faster Payments» in England (seit 2008), «Express ELIXIR» in Polen (seit 2012), «CERTIS/AMOS» in Tschechien (seit 2018) oder die auch hierzulande bekannte mobile Lösung «Swish» aus Schweden (seit 2012). Rund um den Globus sind weitere produktive Instant Payment Lösungen im Markt angekommen, z.B. «New Payments Platform NPP» in Australien (seit 2018), «IBPS» in China (seit 2010) oder das aktuelle Projekt «Realtime Payments» vom US Clearing House.

Wie stellt sich zurzeit die Situation in der Schweiz dar? In Gesprächen mit Bankvertretern wird oft das Argument ins Feld geführt, dass hierzulande mit der zentralen SIC-Plattform bereits ein Realtime-System zur Verfügung stehen würde und Kunden schon heute mit der TWINT-App Instant Payments tätigen können. Zudem sei die Nachfrage bei den Kunden nach Instant Payments nicht wirklich vorhanden. Aus Sicht PPI stellt SIC selbstverständlich eine gut aufgestellte zentrale Plattform mit über 300 teilnehmenden Banken zur Verfügung und die Überweisungen sind zu den Cutoff-Zeiten in der Regel auch sehr kurz, man könnte sagen «near instant» und für Nutzer von TWINT ist für Kleinbeträge das Empfinden in der Tat instant, dies sogar rund um die Uhr, auch samstags und sonntags.

Mit den eingangs erwähnten produktiven Angeboten in Europa und auch international kann die hiesige Infrastruktur jedoch nicht ganz mithalten, was auch die Initiative der Schweizerischen Nationalbank unterstreicht. Aus Sicht des Betreibers der SIC-Plattform soll sich der Finanzplatz Schweiz in Anbetracht der zunehmenden Konkurrenz im internationalen Zahlungsverkehr Gedanken machen, in welcher Art und Weise Instant Payments in der Schweiz eingeführt werden könnte. Als Konkurrenz sind denn auch nicht nur ausländische Banken gemeint, sondern in erster Linie auch Lösungen der sog. «GAFA» (Google, Apple, Facebook und Amazon) aus den USA oder sog. Closed Loop Systeme wie Alipay aus China.

Die Vertreter der SNB sehen ein grosses Potential für Instant Payments in der Schweiz und wünschen sich ein kooperatives Vorgehen der Schweizer Finanzinstitute mit dem Ziel ein IP-Schema für Schweizer Franken mit freiwilliger Beteiligung der hiesigen Banken zu implementieren. Idealerweise würde SIX als operativer Betreiber des aktuellen Systems SIC4 eine neue separate Plattform aufbauen und diese gemeinsam mit den Banken im Markt einführen. Eine der grössten Herausforderung für eine Markteinführung besteht im Umstellungsbedarf der Zahlungsverkehrsinfrastrukturen bei den Banken.

PPI-Umfragen bestätigen einen grossen Handlungsbedarf bei den Zahlungsverkehrs-Systemen im Falle einer Umstellung auf Instant Payments. Insbesondere die Hochverfügbarkeit (24/7/365) stellt eine grosse Herausforderung dar, was auch das Zitat von Jürgen Kaczmarek von der DZ BANK mit produktivem IP-Angebot, verdeutlicht: «Die grösste Herausforderung bei Instant Payments ist das Betreiben einer unterbruchfreien Infrastruktur, 24 Stunden, 7 Tage die Woche an 365 Tagen im Jahr». Die jeweiligen Umsetzungszeiten für das Erreichen einer IP-Compliance werden von den Finanzinstituten im Rahmen von einem halben Jahr bis zu zwei Jahren angegeben.

Es liegt auf der Hand, dass solche Systemanpassungen erhebliche Investitionen seitens der Banken mit sich bringen und aus diesem Grund nach einem Business Case gesucht wird. Denkbar wäre z.B. das Erheben von Gebühren auf Instant Payments, wie es z.B. in Frankreich mehr oder weniger erfolgreich praktiziert wird. In Märkten wie Deutschland oder der Schweiz scheint dieser Ansatz allerdings wenig erfolgsversprechend, da die Kundschaft, insbesondere im Retail- und KMU-Geschäft, den Zahlungsverkehr als kostenlose Dienstleistung betrachtet. Dies würde sich auch mit Instant Payments kaum verändern.

Nichtsdestotrotz können die Banken das Thema nicht einfach ignorieren. Wie sagte kürzlich ein Bankenvertreter: «es wird sowieso kommen, die Kunden werden es als selbstverständlich fordern und wenn wir es nicht anbieten können, spielen wir im Zahlungsverkehr keine Rolle mehr». Selbstverständlich ergeben sich auch bei Instant Payments Chancen für die Banken. Diese liegen jedoch viel eher im strategischen Bereich, wo es darum geht das Bankkonto als Ankerprodukt zu verteidigen und gegebenenfalls durch geschickte Kooperation mit Drittanbietern das oft zitierte, für alle nutzenbringende, Ökosystem aufzubauen.


Gemäss unseren Erfahrungen mit IP-Projekten in Europa und in Anbetracht der doch relativ langen Implementierungszeiten, sollten jetzt die Analysen abgeschlossen und die Planungsarbeiten für eine IP-Einführung auf dem Finanzplatz Schweiz gestartet werden. Wohlwissend, dass gewichtige weitere nationale Initiativen wie QR-Bill, eBill oder b.Link ebenfalls Ressourcen benötigen und auch in Zukunft noch benötigen werden, kann aus strategischer Sicht das Thema Instant Payments nicht auf die lange Bank geschoben werden. Die erwähnten konkurrierenden Payments Provider werde auf die speziellen Umstände im Schweizer Markt keine Rücksicht nehmen.

PPI unterstützt Schweizer Finanzinstitute mit Instant Payments Workshops, dem «Payments Speed Checkup» und Strategie-Entwicklungen. Gerne treffen wir uns mit Ihnen zu einem ersten, kostenlosen, unverbindlichen Gespräch (auch online).


Dieser Blog wurde von Carsten Miehling gepostet

Highlights vom European Payment Summit 2018 – Tag 1


Der diesjährige Summit stand unter dem Motto „Re-Thinking Transactions“ und fand bereits zum 17. Mal statt (ehemals initiiert von der European Payments Consulting Association mit PPI Schweiz als Gründungsmitglied, www.epca.de). Teilnehmer aus über 30 Ländern tauschten sich während zwei Tagen über aktuelle Trends und Themen im Zahlungsverkehr aus. Der Blog beschreibt nachfolgend nicht alle Vorträge und Panels im Detail, sondern streicht die Highlights der Veranstaltung heraus. Die Unterlagen zu einzelnen Vorträgen können gerne beim Autor angefragt werden. Das detaillierte Programm ist auf der Veranstaltungs-Webseite www.europeanpaymentsummit.com zu finden.


European Payment SummitHarry Smorenberg streift in seiner Eröffnungsrede die Topthemen der Branche, insbesondere „Open Banking“ und „Instant Payments“ werden den Bereich Zahlungsverkehr in grossem Masse verändern. Banken müssen in dieser neuen Welt ihre noch Rolle finden, haben jedoch gute Chancen bei Themen wie z.B. „Identity-Services“ den Lead zu übernehmen. Daneben beeinflussen geopolitische Entwicklungen die zukünftigen Business-Modelle der Finanzinstitute heute erheblich stärker als früher.

Das erste Panel befasste sich mit dem Themenblock „Infrastructure - Regulation - Digitization – Democratization“ und war prominent mit Vertretern von SWIFT, UniCredit, ABN Amro, EBA Clearing und ECB besetzt. Jan Kupfer (UniCredit) vertrat die Meinung, dass die Disruption der Fintechs bis heute nicht in grossem Ausmass stattgefunden hat und mittelfristig auch nicht stattfinden wird. Vielmehr stehen Kooperationsmodelle heute im Fokus. Angeli Kokkes (ABN Amro) strich die Bedeutung der Banken-Infrastrukturen heraus, auf welchen die zukünftigen digitalen neuen Lösungen betrieben werden, respektive auf welche mittels „Open Banking2-Schnittstellen von Dritten zugegriffen wird. Mehdi Manna (ECB) brachte „Instant Payments“ als DIE zentrale Initiative als Thema in die Runde, was von den Teilnehmern dann auch als eines der aktuell wichtigsten Projekte in Europa und weltweit bestätigt wurde.

Als nächster Schwerpunkt wurde GDPR (General Data Protection Regulation) - „The Pains and Gains“ - im Keynote Briefing behandelt. Silvai Mensdorff (ACI Worldwide) meinte, dass die Regulation vom Konsumenten kaum verstanden wird und auch nicht bekannt ist. Rob van der Veer (SIG) war der Meinung, dass insbesondere Anpassungen an bestehenden Systemen gemäss den GDPR-Prinzipien nicht einfach zu bewerkstelligen sind. Die Gesprächspartner stellen generell die Frage, wie in Zukunft mit der immer grösseren Menge an Datensammlungen umgegangen werden soll. Eine Regulation wie GDPR kann nicht alle Missbräuche verhindern, da oftmals ein Missbrauch nicht als solcher erkannt wird. Hinzu kommt das widersprüchliche Verhalten von Konsumenten. Einerseits wird unisono bestätigt, dass Datenschutz wichtig sei und anderseits werden persönlichste Information in den sozialen Medien geteilt.



Es folgte ein sehr interessanter Vortrag über die Sicherheits- und e-Identity-Strategie von Estland. Taimar Peterkop (Information System Authority Estland) stellt zu Beginn eindrückliche Kennzahlen von Estland vor. So werden z.B. 98% aller Steuererklärungen elektronisch eingereicht und 1,26 Millionen Einwohner von 1,3 Millionen nutzen aktiv die e-ID (eingeführt bereits 2002). Als Folge des hohen Digitalisierungsgrades sparen Bürgern und Ämter nachweislich Zeit (geschätzt eine Woche pro Jahr pro Einwohner). Parallel zur obligatorischen e-ID als Chipkarte können zusätzliche Ausprägungen vom estnischen Bürger eingesetzt werden, z.B. Mobile-ID für den Einsatz mit mobilen Geräten (SIM-Karte). Interessant war sicher die Aussage, dass der Erfolg der e-ID nur möglich war, weil diese in den offiziellen Ausweis integriert wurde und somit für jeden Bürger automatisch vorhanden ist (obligatorisch). Hierzulande wurde die Einführung der e-ID ja der Privatwirtschaft übertragen (optional). Es bleibt abzuwarten, wie sich die e-ID in der Schweizer Bevölkerung durchsetzen wird.




Nach dem Lunch konzentrierten sich die Beiträge um die Themenblöcke „Open Banking“ und „Cyber Security“. Den Start machte George Gesek (Novarion Systems). In seinem Einleitungsreferat für den Nachmittag warf George die spannende Frage auf, ob mittels dem Einsatz von Quantencomputern (diese benutzen Funktionen, basierend auf den Gesetzen der Quantenmechanik) neue Angriffsszenarien entwickelt werden könnten, welche von der heutigen digitalen Rechenwelt nicht mehr abzuwehren wären. Der von der NSA entwickelte Secure Hash Algorithmus könnte z.B. in Mikro-Sekunden anstelle von Trillionen von Jahren geknackt werden. Erste kommerziell einsetzbare Rechner sollen in 2-4 Jahren verfügbar sein. Mit Hilfe solcher Maschinen könnten natürlich zukünftig auch grosse Rechenprobleme, wie diejenigen der Blockchain, viel effizienter gelöst werden. Diese Art der Anwendung wird als „Quantum Secure Blockchain“ bezeichnet.

Gijs ter Horst (Ximedes) eröffnete den „Open Banking“-Track mit der Frage, was eigentlich alles zum Banking zählt. Das ist offensichtlich weitaus mehr, als die PSD2 (Payment Services Directive) zu regeln versucht (u.a. auch Kredite, Versicherungen, Vermögensverwaltung, Hypotheken, Dokumentärgeschäfte, etc.). Jeder Banking-Bereich wird aktuell von unterschiedlichen FinTechs adressiert. Insbesondere für Bereiche ausserhalb von PSD2 ist der Business Case auch für Banken interessant, da sie für solche Services durchaus gebühren für deren Nutzen verlangen können. Als gute Entwicklung im Open Banking für den Zahlungsverkehr wird die Initiative von W3C (World Wide Web Consortium, www.w3.org/TR/payment-request/) beispielhaft erwähnt.

Was läuft aktuell im Bereich Fraud-Prävention im Zahlungsverkehr? Diese Frage wurde am zweitletzten Vortrag von Marco Doeland (Dutch Payments Association) mit Fokus Holland im „Cyber-Security“-Track beantwortet. Holland ist ein Markt vergleichbar mit den skandinavischen Ländern mit einem bereits sehr hohen Anteil an Cashless-Transaktionen (über 50%). Der Fraud-Anteil in Holland ist im Vergleich zum restlichen Europa relativ tief (unter 10 Mio. EUR pro Jahr für den gesamten Finanzplatz). An was liegt das? Gemäss Marco ist es eine Kombination aus technischen Massnahmen, Kooperationen und regelemässiger Informationsaustausch unter den Payment Service Anbietern und Ausbildung der Konsumenten. Letzter Punkt wurde in Holland breit mit Fernseh-, Youtube- und Plakat-Kampagnen unterstützt. Die Dutch Payments Association tritt dabei als Vermittler und Koordinator unter den Akteuren auf.


Zu guter Letzt am Tag eins noch eine Panel-Diskussion zum Thema Regulation. Jes Rasmussen (NETS Group), Arno Voerman (Van Doorne) und Nadja van der Veer (Payment Counsel) sind die Hauptdarsteller im Schlussakt. Ein grosses Thema der Gilde ist natürlich auch Blockchain und die noch fehlende Regulation bei der Anwendung der Technologie (geschweige denn einer Gerichtspraxis). Es wird die Frage gestellt, wie stark ein Regulator eingreifen soll. Die Tendenz mehr und mehr technische Aspekte zu regulieren wird kritisch angesehen (bei der PSD1 ging es noch um Kostenreduktion für Konsumenten, mit der PSD2 wurde ein ganzer Markt auf Basis von technischen Schnittstellen neu aufgemischt), obwohl es das Hauptgeschäft der Panel-Akteure darstellt. Mehr Regulation ist im Prinzip auch mehr Arbeit für Anwälte und Berater.

Das war’s vom Tag 1 am European Payment Summit. Fazit: Vieles wurde schon oft gesagt, einige Punkte, wie z.B. die Bedrohung durch Quantencomputer als Bedrohung für die IT-Sicherheit oder die Holländische Fraudbekämpfungs-Kampagne bleiben auch über den Tag hinaus in Erinnerung.


Dieser Beitrag wurde von Carsten Miehling gepostet

#EuropeanPaymentSummit #FürSieUnterwegs #PAYMENTS #europe #EPS18 #PSD2 #gdpr #eID

Aktuelles aus dem europäischen Umfeld

Mitte September trafen sich die Mitglieder der EPCA (European Payments Consulting Association), in welcher PPI Schweiz ebenfalls Mitglied ist, ein weiteres Mal zum informellen Austausch. Ziele dieser Treffen sind die gegenseitige Information über die aktuelle Entwicklung in den einzelnen Ländern sowie Diskussionen über spezifische Themen. Als Standort für das Treffen wurde, anlässlich der neuen PPI-Geschäftsstelle, Genf gewählt. Für weitere Informationen zu ECPA besuchen Sie deren neue Web-Seite unter www.epca.de.

PSD2
Das Dauerthema PSD2 stand auch diesmal wieder auf der Agenda. Sämtliche Teilnehmer bestätigen, dass dieses Thema auch in ihren Ländern kontrovers diskutiert wird. Einerseits sind die Banken nicht gewillt, ihre Daten für weitere Dienstleister zu öffnen, andererseits aber soll verhindert werden, dass europäische Gesetze verletzt werden und dadurch möglicherweise Sanktionen ergriffen werden könnten.
Der Wunsch vieler Betroffenen, also Banken sowie Software-Hersteller (Fin-Techs), nach einem einheitlichen, europäischen Standard-API wird sich wohl kaum erfüllen. Die Berlin Group, dessen Teilnehmerliste inzwischen  37 europäische Institute umfasst (Stand September 2017), hat noch immer keine konkrete Spezifikation veröffentlicht. Inzwischen aber hat STET (France), ebenfalls Mitglied der Berlin Group, eine solche bekannt gegeben. Es wird interessant sein zu beobachten, welche Akzeptanz diese im Markt finden wird.

AML
Interessantes gibt es seitens der AML (Anti Money Laundering) -Direktiven zu berichten. Während die Version 4 verabschiedet wurde und nun umgesetzt wird, ist bereits die Version 5 im Vernehmlassungsprozess. Im Markt wird nun etwas frustriert festgestellt, dass die Behörden neue Versionen schneller beschliessen, als diese technisch umgesetzt werden können. Laufend werden weitere Zahlinstrumente von diesen Regulatorien erfasst, sodass die Akteure laufend nachrüsten müssen. Zudem ist eine Diskussion entstanden, was genau als e-Money zu gelten hat und welche Vorschriften diesbezüglich zu gelten haben. Im Grundsatz aber ist erkennbar, dass sich die Behörden eine Cashless-Society als Zielbild vorstellen. Wenn auch noble Gründe dafür sprechen (Verhinderung von Geldwäsche und Terror-Finanzierung), ist einem nicht wirklich wohl bei dem Gedanken, dass in Zukunft sämtliche Geldströme von den Regierungen überwacht werden sollen.

Cashless Society
Andererseits sind wir in gewissen Ländern schon sehr nah an der Cashless-Society. Die Pflicht zur Bargeldannahme schwindet mehr und mehr. Inzwischen gibt es schon einige Situationen, in welchen nicht mehr mit Bargeld bezahlt werden kann. Beispiele sind Tankstellen, welche rund um die Uhr geöffnet haben und zwischen 22:00 und 6:00 Uhr nur Kartenzahlungen akzeptieren, damit keine Bargeldbestände gehortet werden müssen. Der Grund hierfür ist im Wesentlichen der Schutz der Angestellten. Ähnliches hat der Schreibende kürzlich in Kanada erlebt, als er im Hotel bar bezahlen wollte; auch hier nur mit Karte bitte.
Aktuelle Statistiken aus den nordischen Ländern belegen, dass tatsächlich die Cashless-Society schon sehr nahe ist, insbesondere Schweden ist diesbezüglich eindeutig an erster Stelle. In die gleiche Richtung geht auch die Abschaffung der EUR-500-Note. Von dieser sind knapp 600 Millionen (Wert EUR 300 Milliarden) im Umlauf, welche ab 2018 nicht mehr neu ausgegeben und stetig reduziert werden soll. Die Schweiz bildet in diesem Bereich eine grosse Ausnahme. Die Abschaffung der CHF-1000-Note ist kein Thema, mehr als 45 Millionen (im Wert über 45 Milliarden) bleiben im Umlauf. Interessant ist der Vergleich dieser grössten Noten bezüglich Wertanteil. Während im EUR-Raum die EUR-500-Note knapp 28% der gesamten Bargeldmenge ausmacht, beträgt der Anteil CHF-1000-er Note über 62%. Da diese Noten nur selten im normalen Bargeldverkehr zum Einsatz kommen, wird offenbar eine sehr grosse Menge an Vermögen in Form von Bargeld gehortet.

Bitcoin
Das Thema musste ja kommen, kein Blog ohne das Thema Bitcoin. Was also gibts es Neues zu diesem Thema?
Am 1. August 2017 wurde eine neue Kryptowährung ins Leben gerufen, Bitcoin Cash.
Die Entstehung ist tatsächlich interessant, sie wurde nämlich durch eine Abspaltung des originalen Bitcoin errichtet, was bedeutet, dass Besitzer von Bitcoin nun auch die gleiche Anzahl in Bitcoin Cash erhalten haben (sofern sie ein Wallet haben, welches dies unterstützt). Welche Auswirkung das nun auf dem Markt hervorbringt, ist nicht klar ersichtlich. Es gibt nun also Bitcoin (Währungskürzel BTC) und Bitcoin Cash (Währungskürzel BCC oder BCH). Details siehe auch auf Wikipedia.
Übrigens, gerade in dieser Woche ist der BTC um fast 30% gefallen auf USD 3192. Der Bitcoin-Experte der EPCA, nicht identisch mit dem Schreibenden, prognostiziert einen Stand von USD 5000 zum Ende des Jahres.
Steigen Sie ein?

Diese und weitere Themen wurden auch während dem kulinarischen Rahmenprogramm ausführlich diskutiert (und die meisten Probleme auch gleich gelöst…). Abgerundet wurde das Programm mit einer interessanten
Führung durch die Calvin-Stadt.

Dieser Beitrag wurde von Rolf Zumsteg gepostet.

#PSD2, #Cashless, #Bitcoin, #EPCA


QR-Code ohne Ende oder eine Hommage an den Swiss QR Code

QR-Code, Swiss QR Code, QR-Bill, QR-Rechnung, PPI SchweizDas Bezahlen mit QR-Code wird in Europa langsam aber sicher zur Gewohnheit. Müssen wir uns damit anfreunden?
Die Umstellung auf IBAN verlangt dem gewöhnlichen Rechnungszahler einiges an Gehirnakrobatik ab. Kann er sich erwiesenermassen maximal eine Kombination von 7 Zeichen merken, übersteigt bereits die kürzeste IBAN (Norwegen hat 15 Stellen) die Fähigkeit des Kurzzeitgedächtnisses enorm. Die längste bekannte IBAN gibt es in Malta mit stolzen 31 Stellen, was die Malteser als Weltmeister der Numerik und Kombinatorik erscheinen lässt. Bei uns in Mitteleuropa sind diese neuartigen Kontonummern plus minus 20 Stellen lang, was uns bereits vor erhebliche Herausforderungen stellt. Oder können Sie etwa Ihre IBAN auswendig?

Aus der Not geboren, haben sich Finanzexperten in Europa ein Tool überlegt, das einerseits dem durchschnittlich intelligenten Verbraucher erlaubt, eine Zahlung ohne tägliches Gedächtnistraining automatisiert zu erfassen, andererseits Firmen einen verbesserten Rechnungs-Workflow und eine treffsichere Reconciliation möglich macht:
Der QR-Code zum Bezahlen wurde erfunden!

QR-Code statt Gedächtnisübungen
In den letzten Jahren machten sich unzählige Anbieter den QR-Code zunutze, um Rechnungen einfacher zu bezahlen, an der Ladenkasse ein eigenes Mobile Payment anzubieten oder unter Freunden sogenanntes Peer-to-Peer Payment durchzuführen. Schon lange mit dabei ist Österreich mit dem System „Zahlen mit Code“. Der von der STUZZA initiierte QR-Code lehnt sich stark an die Empfehlungen des European Payment Council an und unterstützt das schnelle Bezahlen, unabhängig ob Papierrechnung, im Webshop oder mit mobilem Endgerät. Ebenso an die EPC-Empfehlungen halten sich der deutsche GiroCode, der von Sparkassen und Genossenschaftsbanken gepusht wird, sowie Einzellösungen wie beispielsweise von Rewe, EDEKA oder Nordsee.

QR-Rechnung in der Schweiz
Auch in der Schweiz ist das Bezahlen mit QR-Code schon lange ein Thema. Seit einigen Jahren arbeitet der Schweizer Finanzplatz an einem neuen Einzahlungsschein. Nach langwierigem Tauziehen und einigen Überarbeitungen wurden kürzlich die Ergebnisse der Arbeitsgruppe präsentiert. Ein QR-Code wurde geschaffen, der sämtliche modernen Bezahlarten unterstützen soll, ohne dabei das altbewährte, hocheffiziente ESR-Verfahren (diese lange Referenznummer auf den orangen Papierbelegen) ad acta zu legen.
„Zum Glück kommt der QR-Code“, mag man sich freuen, wenn man das neue Konstrukt mit dem Namen „QR-Rechnung“ oder „Swiss QR Code“ näher betrachtet. Auch in der Schweiz ist die Aufnahmekapazität des menschlichen Gehirns nicht unendlich, kommt doch nebst der bekannten 27-stelligen Referenznummer nun die IBAN-Pflicht und mit der IBAN-Pflicht noch eine weitere „QR-IBAN“ dazu! Bei so vielen neuen Informationen, die irgendwie von der Rechnung in das Onlinebanking kommen sollen, fürchten sich Herr und Frau Schweizer vor langwierigen Eingaben der Buchstaben und Zahlen in einer Onlinebanking-Maske, dem Smartphone oder der SmartWatch. Tippfehler sind vorprogrammiert und die Verzweiflung ist dem Bankkunden ins Gesicht geschrieben, wenn er künftig Wochenenden damit verbringt, irgendwelche IBAN und Referenznummern fehlerfrei und innerhalb der Zahlungsfrist seiner Bank zu vermitteln.
Da diese sogenannte „Bio-Schnittstelle“ (vom Beleg über’s Auge durch’s Gehirn in den Finger) weder sehr performant und darüber hinaus extrem fehleranfällig ist, behelfen sich viele bereits heute moderner Scan-Apps. Dem Smartphone sei Dank, können selbst QR-Rechnungen mit dem maximalen Informationsgehalt von 952 Zeichen in Sekundenschnelle korrekt erfasst und ausgeführt werden.

Swiss QR Code vs. Sepa
Stellt sich die Frage, ob es für die Schweiz vorteilhaft ist, innerhalb des Sepa-Raumes ein eigenes Süppchen zu kochen oder ob man sich lieber den Nachbarländern anpassen sollte.
Vergleicht man nur einmal die zulässige Grösse, fällt auf, dass der Swiss QR Code weitaus mehr Informationen transportieren kann als sein europäisches Pendant (maximal 331 Bytes). Der grösste Unterschied sind die Adressinformationen zu Zahlungspflichtigem und Zahlungsempfänger, welche in der Schweiz sehr ausführlich im QR-Code enthalten sind, während sich das European Payment Council auf den Namen des Zahlungsempfängers beschränkt.
Da Grösse bekanntlich nicht alles ist, werfen wir einen Blick auf die Zahlungs- oder Rechnungsinformationen (Remittance Information):
Ein Rechnungssteller oder Zahlungsempfänger ist stets bestrebt, mit vergleichsweise geringem technischem Aufwand seine Zahlungseingänge zu überwachen und mit den offenen Rechnungen abzugleichen. Er wünscht sich also möglichst eindeutige, strukturierte Angaben zu einem Zahlungseingang.
Der Rechnungsempfänger oder Zahlungspflichtige hingegen gibt sich häufig unstrukturiert, wenn es um die Angaben zum Zahlungszweck geht. Da werden schon mal nebst einer Rechnungsnummer auch andere Bestelldetails und irgendwelche Dankesworte oder dergleichen mit auf die Reise gegeben – sehr zum Leidwesen des Zahlungsempfängers.
Mit dem QR-Code kann der Rechnungssteller jetzt genau vorgeben, welche Informationen zur beglichenen Rechnung er benötigt und gleichzeitig steigen die Chancen, dass er diese Informationen auch bekommt.

In der Schweiz ist insbesondere beim ESR-Verfahren weitestgehend sichergestellt, dass die Referenznummer, die der Rechnungssteller zum automatisierten „Abhaken“ seiner gestellten Rechnungen benötigt, durchgängig ist. Die ESR-Referenz, eine „Strukturierte Referenz“ notabene, darf auch im neuen Swiss QR Code zum Einsatz kommen. Um auch ein bisschen internationales Flair zu vermitteln, erlaubt der Swiss QR Code die Verwendung einer strukturierten Creditor Reference anstatt der ESR-Referenz und tut dies somit der europäischen Variante gleich.
Neu ist, dass zusätzlich zur ESR-Referenz, die neu übrigens QR-Referenz heisst, eine unstrukturierte Mitteilung verwendet werden darf. Diese kann weitere Informationen für den Zahlungsempfänger beinhalten, wie beispielsweise einen SWICO-Code, der bei der genaueren automatisierten Verbuchung hilft.
Vorteil für die Schweiz, wie wir meinen!

Verbreitung:
Die Verwendung des EPC-QR-Codes ist in Europa eine grösstenteils freiwillige Sache und verbreitet sich nur langsam. Es gibt weder ein einheitliches Label noch eine gemeinsame Aktion europäischer Banken, die den QR-Code fördert. Erschwerend kommt für den Verbraucher hinzu, dass viele Anbieter den eigentlichen EPC-QR-Code unter ihrem eigenen Markenlabel vermarkten (z.B. GiroCode). Auch sind nicht alle Banking-Apps in der Lage, diesen Code zu lesen.
In der Schweiz kommt der Swiss QR Code ab 2019. Alle Schweizer Banken sollen spätestens dann den QR-Code lesen und verarbeiten können. Die Rechnungssteller sind angehalten, binnen zwei Jahren ihre Rechnungen anzupassen. Es ist davon auszugehen, dass sich der Swiss QR Code bis Ende 2020 in der Schweiz flächendeckend etabliert hat.

Interoperabilität:
Sowohl der europäische QR-Code als auch der Swiss QR Code funktionieren ausschliesslich in ihrem eigenen Zahlungssystem. Eine Rechnung mit dem Swiss QR Code kann beispielsweise in Frankreich nicht digital verarbeitet werden, andersrum wird der EPC-QR-Code wahrscheinlich von den wenigsten Schweizer Banken unterstützt werden.
Hier sehen wir noch Abstimmungsbedarf, um insbesondere den internationalen Rechnungsaustausch zu modernisieren und zu vereinfachen. Gerade in diesem Umfeld kommt es häufig zu Missverständnissen und Unklarheiten bei der Erfassung von Zahlungen.

Zusammengefasst steht der europäische QR-Code für eine einfache, um nicht zu sagen „Weniger-ist-Mehr“-Lösung für digitales Bezahlen, was leider viele Freiräume offenlässt und von der Finanzindustrie nicht genug gepusht wird.
Die Schweizer Lösung ist etwas komplexer, deckt jedoch weitestgehend die Bedürfnisse der Industrie ab und erleichtert es den Zahlungspflichtigen, unabhängig von Kanal und Endgerät einfach zu bezahlen. Bei PPI nennen wir das Simplexity. Dass sich die QR-Rechnung in der Schweiz schnell verbreiten wird, gilt als sicher. Ob sich der Swiss QR Code nebst dem Bezahlen von Rechnungen auch bei alternativen Zahlverfahren durchsetzen wird, bleibt zu hoffen. Ob der europäische Zahlungscode und die Schweizer Variante in Zukunft interoperabel werden, bleibt zu wünschen.

Für Sie gebloggt hat Marco Vosseler

#DigitalTransformation, #QRCode, #QRBill, #SwissQRCode, #QR-Rechnung