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Instant Payments Teil 3: Herausforderungen und Erfolgsfaktoren

Vor welchen Herausforderungen stehen die Schweizer Banken betreffend der Einführung von Instant Payments? Und welche Faktoren bestimmen den Erfolg? Lesen Sie hier den Teil 3 unserer Blogserie zu Instant Payments in der Schweiz. In den ersten beiden Artikeln haben wir zunächst die Vorteile der Nutzer dargestellt und den möglichen Einfluss auf andere Zahlungsmethoden beschrieben. Anschliessend haben wir uns die Entwicklung von SCT Inst im SEPA Raum angeschaut und zusätzlich das Vorgehen einzelner Länder betrachtet. Im abschliessenden Artikel dieser Serie werden wir den Schwerpunkt auf die bankspezifischen Herausforderungen legen und wir betrachten welche kritischen Erfolgsfaktoren zu berücksichtigen sind.

Herausforderungen Banken

Die Einführung der Schweizer Instant Payment Lösung bringt eine Reihe von Herausforderungen mit sich. Zum einen ist hier die Komplexität des Projekts anzuführen, welche vor allem auf die Neugestaltung der IT-Infrastruktur und die vielen Beteiligten Parteien zurückzuführen ist. Neben dem Core-Banking-System und den Umsystemen innerhalb der Bank werden in erster Linie die IT, Produktmanagement, der Vertrieb und der Kundenservice beansprucht. Hinzu kommt die Abstimmung mit externen Dienstleistern, Software-Lieferanten und Payment Service Providern hinzu. 

Die Banken müssen ihre Zahlungsprozesse und die IT-Architektur so anpassen, dass alle ein- und ausgehenden Zahlungen sofort verarbeitetet werden können. Konkret heisst das, sämtliche Compliance-Prüfungen, wie Anti-Money-Laundary, Fraud oder Sanction Screening, die Abstimmung mit den Umsystemen sowie die Anpassung der Kunden-Salden müssen innerhalb von wenigen Sekunden durchgeführt werden. Bei der Neugestaltung der Prozesse und der IT-Landschaft ist die Kreativität und das Know-How der Banken gefragt, denn bisher gibt es kein Best Practice für SIC5 an dem sie sich orientieren könnten. Banken, welche SCT Inst eingeführt haben, respektive Berater und Produkt-Lieferanten aus dem SEPA-Raum wie PPI können jedoch durchaus auf Erfahrungen bei den europäische Einführungsprojekten zurückgreifen. Bei der Eingabe der Überweisung in die Überweisungsmaske durch den Kunden, könnten gewisse Prüfungen bereits durchgeführt werden bevor der Kunde die Zahlung einreicht. Durch dieses Vorgehen können Banken zumindest beim Zahlungsausgang wichtige Sekunden einsparen. Heute tendieren Banken dazu ihre Risk-Filter lieber etwas strenger einzustellen. Werden Zahlungen ausgesteuert, können diese manuell durch Mitarbeiter freigegeben werden. Auf den Kunden hat das in der Regel keinen Einfluss, da er von den Prozessen im Hintergrund nichts mitbekommt. Bei einer Instant Payment Zahlung sieht das anders aus. Denn eine manuelle Nachbearbeitung der Zahlung innerhalb von Sekunden ist nicht realisierbar. Der Kunde merkt also, wenn seine Zahlung ausgesteuert wird. Sollte dies bei ein und dem gleichen Kunden mehrmals vorkommen, führt es zu einem negativen Kundenerlebnis, was es definitiv zu vermeiden gilt. Banken sollten also prüfen, ob sie ihre Checks an die neue Situation anpassen können. Denkbar wäre Zahlungen bis zu einem gewissen Betrag (z.B. CHF 1.000) nur in Ausnahmefällen auszusteuern.

Auch die Liquiditätsbereitstellung gegenüber der SNB verändert sich. Neben dem RTGS-Verrechnungskonto müssen die Banken zukünftig ein zweites separates IP-Verrechnungskonto führen, über die alle ein- und ausgehenden IP-Zahlungen verrechnet werden. Um einen reibungslosungen Ablauf gewährleisten zu können, müssen ebenfalls 24/7/365 genügend Geldmittel vorhanden sein. Die Besonderheit hier ist, dass das IP-Konto nur mit dem RTGS-Konto, aber nicht direkt mit der SNB verbunden ist. Mittels camt.003 / camt.004 kann der Saldo des IP-Konto abgefragt werden. Diese camt Meldungen sollten am besten automatisch versendet und von den Banken-System eingelesen werden. Sobald die Liquidität einen bestimmten Betrag unterschreitet, muss die Bank handeln, ansonsten wird der IP-Service gestoppt.

Ab August 2024 wird Instant Payments für die ersten Banken verpflichtend. Viel Zeit zur Umsetzung bleibt also nicht.


Erfolgsfaktoren

Damit Instant Payments in der Schweiz ein Erfolg wird, sind zwei Parameter entscheidend. Zum einen müssen Banken die Vorgaben korrekt umsetzen. Hier gilt die Devise rechtzeitig mit dem Projekt starten. Es muss ein Zielbild der IT-Architektur entwickelt und eine umfassende Umsystemanalyse durchgeführt werden. Um den Anforderungen gerecht zu werden, müssen die Systeme performant und hochverfügbar sein. Ausserdem kann es Systeme geben, welche nicht direkt in den IP-Prozess eingebunden, aber trotzdem beeinflusst werden (Repair, Investigation, Archiv, etc.). Anschliessend muss der für die jeweilige Bank beste Anbieter für die Umsetzung identifiziert werden. Dies ist besonders schwierig, da es noch keine Schweizer Lösung im Einsatz gibt und viel auf Versprechungen basiert. Schon vor der Umsetzung muss sich jede Bank die Frage stellen, welche IP-Services sie später anbieten möchte. Soll hier nur die Möglichkeit von Überweisungen innerhalb weniger Sekunden geschaffen werden oder soll das Kundenangebot durch weitere Produkte erweitert werden? Wie sollen die Kunden informiert werden und für welches Kundensegment gelten welche Preismodelle?

Zum anderen ist der Erfolg von der Marktdurchdringung & -akzeptanz abhängig. Die Marktdurchdringung wird in der Schweiz recht einfach erreicht, da der Service auf der Eingangsseite ab August 2024 bzw. 2026 für die meisten Banken verpflichtend ist. Die Marktakzeptanz ist von mehreren Aspekten abhängig. Damit Verbraucher Instant Payments nutzen, ist es wichtig, dass sie über den Service informiert und über die Vorteile aufgeklärt werden. Ausserdem dürfen sie nicht mit hohen Zusatzgebühren belastet werden. Sollten sie für einen Service zur Kasse gebeten werden, den sie nicht als Mehrwert empfinden, wird die Nutzung im einstelligen Prozentbereich bleiben. Ausserdem ist das Zusatzangebot von Banken und PSPs entscheidend, um möglichst viele Kunden anzusprechen und von den Vorteilen zu überzeugen. Hier kann die Schweiz unterstützend zur Seite stehen. Nimmt sie sich ein Beispiel an den Niederlanden und setzt IP als Standardüberweisung ein, schafft sie für PSPs das perfekte Umfeld, um darauf aufbauend weitere Services entwickeln zu können.


Fazit und Bedeutung für die Schweiz

Die Einsatzmöglichkeiten von Instant Payments sind vielseitig und bringen eine Menge Vorteile mit sich. Der Erfolg der Schweizer Instant Payment Lösung wird von der Nutzung und der Marktdurchdringung abhängig sein. Für Banken könnte hier das Henne-Ei-Problem entstehen. Denn vermutlich wird die Mehrheit der Kunden nicht von den Banken verlangen unbedingt Sofortzahlungen anzubieten. Warum sollten also Banken etliche Millionen Franken investieren, um Instant Payment Meldungen empfangen und versenden zu können, wenn es von der Kundschaft nicht gefordert wird und Banken diesen Service noch nicht mal ordentlich bepreisen können?

Hier müssen Banken langfristig denken, denn SIC5 wird kommen. Es ist zeitgerecht, dass eine Überweisung nur wenige Sekunden benötigt und in den meisten Ländern sind bereits Instant Payments Lösungen aktiv. Ohne eine nationale Variante verliert auch der Finanzplatz Schweiz an Prestige und gerät gegenüber den Nachbarländern ins Hintertreffen. Fraglich ist inwieweit Instant Payments für POS Transaktionen im Geschäft oder im eCommerce verfügbar gemacht werden. Die Händler würden sich über diese sichere Möglichkeit freuen, denn so können sie die hohen Gebühren der Karten- & TWINT-Transaktionen umgehen. Doch die Banken sind in einer Zwickmühle. Denn wenn sie die Händler unterstützen, würden sie zu ihrem eigenen Nachteil handeln. Banken erhalten mit jeder Kartentransaktion eine Gebühr gutgeschrieben (Interchange Fee) und TWINT wurde von den Banken entwickelt. Werden diese Transaktionen durch Sofortzahlungen substituiert, schmälern die Banken ihren Gewinn. Es wird interessant zu sehen sein, wie sich die kommenden Möglichkeiten im Markt eingliedern und welche Services von Banken und PSP angeboten werden und wie stark die Verbraucher diese nutzen werden. 


Wir von PPI Schweiz freuen uns, Sie als starker Partner unterstützen zu können. Anders als andere Schweizer Softwareanbieter, verfügen wir mit dem TRAVIC Payment Hub (TPH) über eine Lösung, die bereits seit Jahren erfolgreich im Markt etabliert ist. Der TPH verfügt über beide SCT Inst Clearing Anschlüsse und wird seit 2019 beim grössten Zahlungsverkehrsabwickler Deutschlands eingesetzt. Dort werden jährlich rund 7 Mrd. Transaktionen abgewickelt. Für SCT Inst Zahlungen liegt die durchschnittliche Transaktionsdauer bei unter 3 Sekunden. 

Dank unserer Erfahrung in Europa und der Schweiz verfügen wir über einen breiten Marktüberblick hinsichtlich Banken und kennen die Stärken und Schwächen der verschiedenen Instant Payment Plattformen.

Dieser Blog wurde von Jonas Löhr verfasst.

Instant Payments Teil 2: IP in Europa

Der zweite Teil unser Instant Payments Reihe beschäftigt sich mit der Fragestellung, wie es mit Instant Payments im SEPA-Raum ausschaut? Grundlegend kann bereits zu Anfang festgehalten werden, dass sich die Umsetzung und Ausprägung von Instant Payments - trotz europäischer Initiative - auf nationaler Ebene abspielt. Wer vorerst noch mehr über die Vorteile der einzelnen Nutzer (Verbraucher, Händler & Corporates) erfahren möchte, dem empfehlen wir einen Blick in unseren ersten Teil der Artikelserie.

Aktueller Stand SCT Inst

Trotz der vielen Vorteile, muss ergänzt werden, dass SCT Inst in den meisten Ländern noch nicht als «New Normal» gilt und das Service-Angebot von Banken und Payment Service Providern stark variiert. Aktuell sind nur rund 60% der europäischen Zahlungsverkehrsdienstleister dem SCT-Inst-Verfahren angeschlossen. Etwa 90% Instant Payment-Transaktionen liegen derzeit unter 1.000€, und die meisten Transaktionen (etwa 70%) werden tagsüber (zwischen 6:00 und 18:00 Uhr) durchgeführt. Je höher die Marktdurchdringung wird, desto stärker wird auch der Einfluss auf andere Zahlungsmethoden.

Deutschland & Österreich 

Eine Banken-Umfrage in Deutschland und Österreich gibt Aufschluss darüber, weshalb viele Banken zögerlich bei der Einführung sind. So ist die Teilnahme an der SCT Inst Lösung für Banken freiwillig. Hinzukommt, dass es zwei Clearing-Anschlüsse (TIPS & RT1) gibt, welche nicht miteinander kompatibel sind. Wenn also eine Bank erreichbar sein möchte, muss sie beide Anschlüsse bedienen können. Gleichzeitig geht die Implementierung mit erheblichen Investitionskosten einher. Betrachtet man das Verhältnis von «normalen» SEPA Zahlungen und SCT Inst wird deutlich, dass die Kundennachfrage noch nicht besonders hoch ist. Gerade einmal 11% der SEPA Zahlungen entfallen auf Instant Payments. Diese geringe Nachfrage führt dazu, dass viele Banken Instant Payments nicht aktiv bewerben, sondern eher als Nischenprodukt führen und mit hohen Gebühren versehen. Durch zu hohe Gebühren sinkt der Kundenmehrwert gegenüber einer kostenlosen SEPA Überweisung deutlich, sofern es sich nicht um einen Notfall handelt. Eine Kombination von Instant Payments mit weiteren Payment-Services wie «Open Banking» könnte den Nutzen deutlich steigern. Hier sind in erster Linie die PSPs gefragt neue Services oder Produkte zu entwickeln, doch eine Marktdurchdringung von rund 11% ist für die meisten Anbieter ein Grund andere Projekte zu priorisieren.


Niederlande

SCT-Inst ist in den Niederlanden seit Mai 2019 in Betrieb und ermöglicht Kunden, Geld auf Konten bei teilnehmenden Banken im Zahlungsnetzwerk zu überweisen.

Instant Payments decken 100% der P2P- und Internetbanking-Transaktionen ab, da sie als Standard-Überweisung ohne zusätzliche Kosten von den Banken angeboten werden. Etwa 95% der niederländischen Zahlungskonten sind innerhalb von 5 Sekunden und rund um die Uhr erreichbar. Gegenwärtig werden B2C-Zahlungen wie Gehälter oder Versicherungsansprüche und B2B-Zahlungen nicht im Sofortzahlungsmodus abgewickelt. 


Schweden

Im Jahr 2012 entstand in Schweden aus einer Bankenkooperation der Service «Swish». Dieser ermöglicht mobile Instant Payment Zahlung zwischen Verbrauchern und Unternehmen. 

Swish wird inzwischen von 7,9 Millionen der insgesamt 10,2 Millionen Einwohner Schwedens genutzt und hat sich zur bevorzugten Online-Zahlungsmethode entwickelt. Ursprünglich für Transaktionen zwischen Privatpersonen geschaffen, wurde Swish schnell auf Flohmärkte, Gottesdienstspenden sowie auf alle kleinen Unternehmen ausgeweitet, die die Kosten für die Annahme von Kreditkarten vermeiden wollten. Swish wird inzwischen häufiger als Bargeld verwendet und macht 9% aller POS-Transaktionen aus, wodurch die Bargeldnutzung auf den niedrigsten Stand aller Zeiten gesunken ist. 


Ungarn

Nach einer dreimonatigen öffentlichen Konsultation im Jahr 2016 beschloss die ungarische Nationalbank (MNB) die Einführung einer Instant Payments Lösung, um die Verwendung von Bargeld zu verringern und elektronische Transaktionen zu fördern. Von Anfang an wurde verbindlich vorgeschrieben, dass Banküberweisungen innerhalb von 5 Sekunden und 24/7/365 gutzuschreiben sind.

Alle Sofortzahlungen sind unwiderruflich und sofort auf dem Konto des Empfängers verfügbar. Zusätzlich zu der Möglichkeit, «Request to Pay» Anfragen zu senden, können alle Kontoinhaber Aliasnamen wie E-Mail-Adressen, Steuernummern oder Mobiltelefonnummern verwenden. 

Die ungarischen Behörden haben die Verwendung von Sofortgutschriften für alle Transaktionen unter 30.000 € verbindlich vorgeschrieben, mit dem klaren Ziel, Bargeldtransaktionen zu ersetzen. Die Tatsache, dass Instant Payments für Banken verpflichtend gemacht wurden, hat ein innovationsförderndes Umfeld für Fintech-Unternehmen geschaffen.

Im finalen Teil der Artikelserie werden für uns mit den Herausforderungen für die Banken beschäftigen und welche Erfolgsfaktoren erfüllt sein müssen, damit die Instant Payments in der Schweiz den Erwartungen gerecht werden kann.

Dieser Blog wurde von Jonas Löhr verfasst. Bleiben Sie gespannt auf Teil 3 nächste Woche. 

Die Schweizer Nationalmannschaft spielt in den dunklen Trikots von links nach rechts

Was hat so ein Titel in einem Finanzblog verloren mag sich der interessierte Leser fragen. Zugegeben, der Bezug zum aktuell heiss diskutierten Thema Instant Payments (IP) ist etwas weit hergeholt. Versuchen wir den Zusammenhang aufzulösen. Im Jahre 1967 drückte der damalige deutsche Vizekanzler Willy Brandt an der «Grossen Deutschen Funkausstellung» in Berlin einen roten Knopf, welcher in der Folge das Zeitalter der farbigen bewegten Bilder einläutete. Im Vorfeld wurde insbesondere unter den Medienschaffenden und den Konsumenten heftig darüber diskutiert, ob diese Innovation denn wirklich notwendig sei, man sehe ja nicht wirklich mehr, einfach nur in farbig und ob das die immensen Investitionen auf Seiten der TV-Produzenten, -Sender und -Empfänger rechtfertige.

Wenn ich mich an die ersten Gespräche zum Thema Instant Payments mit Bankvertretern auf dem Finanzplatz Schweiz zurückerinnere, dann fällt mir immer wieder die soeben geschilderte Analogie ein. Warum soll ein Firmenkunde jetzt plötzlich am Samstag seine Zahlungen machen wollen? Wo ist eigentlich das Problem, dass ich im Onlinebanking nach 16:00 Uhr nicht mehr gleichentags eine Überweisung mit entsprechender Gutschrift tätigen kann? Und überhaupt wir haben doch mit TWINT bereits eine Instant Payment Lösung der Schweizer Banken im Markt etabliert oder etwa nicht? Sie haben es bereits erkannt, analog dem Farbfernsehen wird die Ausbreitung von Instant Payments mit einer Verfügbarkeit von 7*24*365 nicht mehr aufzuhalten sein. 


Neben Europa, welches diesen Service seit 2017 eingeführt hat, sind auch international bereits viele Initiativen umgesetzt und produktive Lösungen für Bankkunden nutzbar. Man kann es nicht anders sagen aber die Schweiz, welche eigentlich im Zahlungsverkehr lange Zeit auch international Meilensteine setzen konnte, hinkt der aktuellen Entwicklung bei Instant Payments hinterher. Dies soll sich aber demnächst ändern, haben doch die marktführenden Banken in der Schweiz beschlossen Instant Payments per Ende 2023 einzuführen. Aktuell läuft im Auftrag der Schweizerischen Nationalbank und koordiniert von SIX, dem Gemeinschaftswerk der Schweizer Banken, eine breit angelegte Konsultation unter den hiesigen Finanzinstituten zur Einführung von Instants Payments.

Die Konsultation stellt auch die gewichtige Frage nach einer Verpflichtung für die Banken des Zahlungsempfängers, sollte diese Bank mehr als 500'000 Zahlungsaufträge pro Jahr abwickeln. In der Schweiz wären das aktuell ca. 50 Banken (alle grösseren und mittleren Institute). Aus unserer Sicht ist dies der entscheidende Parameter bei der Einführung von Instant Payments in der Schweiz. Es gab bekanntlich schon einige vom Gemeinschaftswerk SIX initiierte Initiativen wo man allein dem Markt die Einführung von neuen Services und Funktionaltäten überlassen hat. Dies hatte teilweise auch funktioniert, man denke an die lange Leidensgeschichte der elektronischen Rechnung (Markt-Lancierung im Jahr 2000) und teilweise ist der Marktansatz auch gescheitert, Stichwort elektronisches Bargeld CASH (Markt-Lancierung 1997).

Von Seiten PPI verfolgen wir die Entwicklung natürlich sehr genau, haben wir doch bei unseren Deutschen Kunden (Banken) bereits produktive Instant Payments Systeme implementiert und mit dem TRAVIC Payment Hub ein eigenes modernes Produkt im Angebot. Selbstverständlich bringen wir unsere Expertise gerne im hiesigen Markt ein, denn warum sollte man gewisse Fehler, die natürlich bei Innovationsthemen immer vorkommen, zweimal machen. Mit Betrachtung der von SIX publizierten Meilensteine ist eine vertiefte Auseinandersetzung mit dem Thema und die Prüfung der möglichen Einflüsse auf die eigenen Produkte, Systeme und Prozesse in diesem Jahr sehr zu empfehlen, denn unbestritten sind die Investitionen in jedem Fall beträchtlich. PPI Schweiz steht gerne als Ansprechpartner und Experte zum Thema zur Verfügung. 

Dieser Blog wurde von Carsten Miehling gepostet