Open Banking Teil 1 | Multibanking – Wie ist die Situation in der Schweiz und der EU?

Open Banking war eines der Trend-Themen der letzten Jahre. Wir erinnern uns an die Diskussionen rund um PSD2, API, Corporate API, b.Link und Multibanking. Open Banking wurde zum übergreifenden Thema, welches nicht nur die Grossbanken beschäftigte. Auch KBs und Banken wie Valiant oder Hypothekarbank Lenzburg sahen im Bereich Open Banking Potential, starteten Projekte und gingen mit neuen, innovativen Lösungen live. Im Jahr 2021 ist der Kampf um die Kundenschnittstelle in vollem Gange. In unserer Open Banking Reihe wollen wir das Thema reflektieren und nach vorne schauen, auf die Diskussionen die geführt wurden und die Themen die kommen werden. 

Viel Spass mit unserem Teil 1: Multibanking – Wie ist die Situation in der Schweiz und der EU? 

Der Begriff Multibanking hat in den vergangenen Jahren stark an Bedeutung gewonnen und ist auf die vermehrten Initiativen im Open Banking zurückzuführen. Zum einen gibt es mit der, im Oktober 2019, in Kraft getretenen PSD2 und der damit einhergehenden XS2A-API eine einheitliche Schnittstelle, mit der sich alle europäischen Banken und zertifizierten TPP vernetzen und neue Use Cases etablieren können. Die Schweizer Antwort darauf lautet b.Link und unterscheidet sich, obwohl auch hier APIs genutzt werden, stark von der EU-Variante. Im Vergleich dazu ist b.Link eine von SIX betriebene Open Banking Plattform, an der sich Banken und Third Party Provider (TPP) freiwillig vernetzen können, wobei in der EU die Bereitstellung einer XS2A-API bankenseitig verpflichtend ist. 

Open Banking vs. Multibanking 

Anders, als oft wahrgenommen, bedeuten die Begriffe weder das gleiche noch konkurrieren sie miteinander. Im Gegenteil: Während Open Banking die Öffnung der Banken gegenüber vertrauenswürdigen TPPs bedeutet, um neue Use Cases wie z.B. Zahlungsauslösung, Reporting, Bonitätsprüfung und die automatische Kategorisierung von Kontoumsätzen zu ermöglichen, ist Multibanking lediglich einer von vielen neuen Anwendungsfällen des Open Bankings. 

Multibanking in Deutschland vor PSD2 

Auch wenn der Begriff Multibanking durch PSD2 an Aufmerksamkeit gewonnen hat, ist die Thematik in Deutschland grundsätzlich nichts neues. Mittels dem FinTS Standard (früher HBCI), welcher vor über 20 Jahren eingeführt wurde, ist es möglich, dass Personen unterschiedliche Konten aus einer zentralen App/Software verwalten können. Der daraus resultierende Vorteil ist, dass nahezu jede deutsche Bank diesen Standard anbietet und diese Schnittstelle auch für Drittanbieter leicht zu nutzen ist. Der Nachteil ist, dass es sich um einen nationalen Standard handelt und somit ausländische Bankkonten nicht angebunden werden können. 

Während FinTS sowohl für Privat- als auch für Geschäftskunden attraktiv ist, ist EBICS in der Regel bei grösseren Firmenkunden vertreten. Das liegt vor allem an der aufwändigen Initialisierung. Dafür bietet EBICS allerdings besondere Features wie die verteilte elektronische Unterschrift (VEU). Um Multibanking über EBICS betreiben zu können, gibt es zwei unterschiedliche Möglichkeiten. Entweder bietet die Bank des Kunden ein EBICS-Portal an (z.B. UBS, Deutsche Bank, Commerzbank) oder der Kunde bindet seine Konten mittels EBICS Kanal an sein ERP-/TMS-System. Ein weiterer Vorteil von EBICS gegenüber FinTS ist die Erreichbarkeit internationaler Banken. Neben den bereits bestehenden EBICS-Ländern (Deutschland, Frankreich, Schweiz und Österreich) wächst das Interesse auch in weiteren Ländern Europas. Es gilt jedoch zu beachten, dass die Länder ihre eigenen EBICS-Dialekte sprechen, wodurch die Kommunikation (Datenaustausch) erschwert werden kann. Mit der Harmonisierung des Standards, durch die bereits 2018 verabschiedete Version 3.0, wird EBICS weiter an Attraktivität gewinnen können. Zusätzlich könnte eine Vereinfachung und Digitalisierung des Initialisierungsprozesses die Verbreitung von EBICS in weitere Länder und Kundengruppen stark beschleunigen. 

Aktuelle Lage mit PSD2 

Die XS2A-Schnittstelle ist nicht so eindeutig wie anfangs angenommen. Das bedeutet, dass zwar ein grobes Regelwerk vorgegeben wird, aber keine detaillierten technischen Spezifikationen innerhalb dieses Regelwerks festgelegt werden. Dadurch können die Schnittstellen unterschiedlich aufgebaut werden, was zu einem API-Wildwuchs geführt hat und der Vision einer Harmonisierung des europäischen Zahlungsverkehrs widerspricht. Durch die daraus resultierenden technischen Probleme wird der Datenaustausch sowie die Zusammenarbeit von Banken und TPP erschwert. Mittlerweile gibt es neben der Berlin Group, dem Marktführer in Deutschland und Österreich, einige weitere Schnittstellen von der Finanz Informatik, Feducia & GAD, Deutsche Bank, die ihre Marktprüfung bestanden haben und dadurch zuverlässig eingesetzt werden können. Von einer flächendeckenden Verbreitung kann zwei Jahre nach in Kraft treten der PSD2 also noch nicht gesprochen werden. Die letzten Entwicklungen geben Grund zur Hoffnung, dass man sich auf einem guten Weg befindet. 

Mit in Kraft treten der PSD2 wurde auch die zwei Faktor Authentifizierung (2FA) verpflichtend. Die hinzu gewonnene Sicherheit geht mit verlorener Usability einher. Konnten Nutzer zuvor noch all ihre, im Multibanking hinterlegten, Konten auf einmal aktualisieren, muss nun für jedes Konto zunächst der zweite Faktor eingegeben werden. Dieser kann zwar in der Regel für eine gewisse Zeit gespeichert werden, muss aber spätestens nach Ablauf der gesetzlich vorgegebenen Frist wieder aktualisiert werden. Die Zahlungsfreigabe von Drittbankkonten kann direkt aus der multibankingfähigen Applikation ausgelöst werden. Der zweite Faktor wird beispielsweise per smsTAN auf das Smartphone des Nutzers gesendet und anschliessend für die finale Freigabe eingegeben. Ein Wechsel zwischen verschiedenen Apps oder Programmen ist nicht notwendig. 

b.Link 

Auch bei der nationalen Open Banking Plattform b.Link geht es um mehr als «nur» den Versuch Multibanking innerhalb der Schweiz für die breite Masse zu etablieren. Teilnehmer an dieser Initiative sind, wie bei PSD2, Banken und verifizierte TPP. Die Teilnehmer können grundsätzlich die Rolle des Consumers oder des Providers einnehmen. In Bezug auf Multibanking haben die Rollen folgende Funktionen: 

Der Consumer erhält im Account Information Service (AIS) die Kontoreports von den Drittbanken (Provider) und kann diese dem Nutzer aufbereiten. Im Payment Submission Service (PSS) sendet der Consumer Zahlungsaufträge zulasten der Provider an die Drittbanken des Auftraggebers. Anschliessend muss sich der Auftraggeber bei seiner Drittbank im eBanking anmelden und den Zahlungsauftrag final freigeben. 

Grundsätzlich können Privat-, Geschäfts- & Firmenkunden das Angebot nutzen, vorausgesetzt, ihre Bank ist b.Link Teilnehmer. Nach aktuellem Stand sind für den Provider Case die UBS, CS und zukünftig auch die ZKB verfügbar. Welche Banken auch den Consumer Case anbieten werden, ist bisher noch nicht kommuniziert worden. 

Woran die zurückhaltende Teilnahme der Banken an b.Link liegen könnte und inwiefern sich EBICS und b.Link bzgl. Sicherheitsaspekten unterscheiden, wird in folgenden Artikeln behandelt. 


Dieser Blog wurde von Jonas Löhr gepostet




Willkommen im 2021 – Was bringt das neue Jahr, wir wagen einen Blick in die Sterne

Wir schreiben den 01.01.2021 10:35 Uhr. Der eine oder die andere hat noch etwas Schlaf in den Augen, denn das neue Jahr ist noch sehr jung und die Nacht war lang. Wir räkeln und sortieren uns und zeigen uns etwas irritiert darüber, dass im Wohnzimmer eine gewisse Unordnung herrscht – offenbar war die Neujahrsfeier im kleinen Kreis doch amüsanter als erst befürchtet. 

Ein neues Jahr bringt die Möglichkeit, nicht nur im Wohnzimmer sondern generell die Dinge neu zu ordnen, mit Altem aufzuräumen und mit frischem Mut in die Zukunft zu blicken. Noch bevor einen die Routine des neuen Jahres wieder fest im Griff hat, ist die Aufbruchsstimmung meist am grössten. Jetzt werden Pläne geschmiedet, Altes wird kritisch hinterfragt, es kommt die Lust auf Innovation und Veränderung hoch und wir bauen uns unser eigenes Luftschloss, wie die Welt im neuen Jahr aussehen soll.

Was lehrt uns das Firmament?

Wer von Ihnen hierfür ab und an ein Horoskop liest und den Blick in die Sterne wagt hat vielleicht mitbekommen, dass es mit dem Jahresende auch zu einer neuen Konjunktion zwischen Jupiter und Saturn gekommen ist, ein Ereignis, das nur alle zwanzig Jahre stattfindet und entsprechend Neuerungen mit sich bringt. Die jüngste Konjunktion hat es jedoch mehr als sonst in sich, denn in den vergangenen 200 Jahren fanden diese planetaren Zusammentreffen (bis auf eine Ausnahme) immer in den Erdzeichen Stier, Jungfrau und Steinbock statt - deswegen bezeichnet man in der Astrologie die Epoche der vergangenen 200 Jahre auch als «Erdepoche». Nun befindet sich diese Konjunktion aber am Anfang des Tierzeichens Wassermann und läutet somit die «Luftepoche» ein - astrologisch gesehen betreten wir nun also epochales Neuland.

Was bedeutet das nun?

Gemäss den Ausführungen der Psychologin und Astrologin Sylvia Grotsch bringt ein solcher Epochenwechsel immer auch tiefgreifende gesellschaftliche Veränderungen mit sich. Diese manifestieren sich natürlich nicht alle umgehend im 2021 sondern eher verteilt über die kommenden Dekaden. Wir bewegen uns nun verstärkt weg von der geldgetriebenen hin zur werteliebenden Gesellschaft. D.h. auf immer mehr «haben wollen», einer Tendenz der Erdepoche, folgt nun ein ausgeprägtes Bewusstsein für Verbindungen und Zusammenhänge. Finanzieller Wohlstand, Besitz und berechenbare Verhältnisse treten in den Hintergrund und machen Platz für neue Werte wie Flexibilität, örtliche Unabhängigkeit sowie private und berufliche Gemeinschaften, mit denen man sich locker zusammenschliesst. Denn die Luft liebt Freiheit und Flexibilität, liebt Kontakte und ihr hervorstechendstes Merkmal ist das Bedürfnis nach Wissensaufnahme und Gedankenaustausch.

Auf die mittlere und nahe Zukunft bezogen heisst das, dass die Digitalisierung rasant und noch viel stärker zunehmen wird. Den Menschen wird ein freies und unabhängiges Leben immer wichtiger, Kontakte wollen intensiver gepflegt werden, auch wenn sie weltweit verstreut sind. Der Ruf nach Erneuerung, Freiheit, mehr Individualität und modernen Technologien wird lauter und lauter, gleichzeitig werden aber auch die Gesellschaft als solches und die Bewusstseinserweiterung immer wichtiger. Erstarrtes kommt in Bewegung, alte Zöpfe werden abgeschnitten, die Gesellschaft wird freier, offener und selbstbestimmter werden.

Und mittendrin in dieser Entwicklung stehen die Schweizer Banken, die (entsprechend der Erdepoche) seit Jahrhunderten für Stabilität, Festigkeit und Sicherheit stehen. Werte, die einen grossen Anteil am Geschäftserfolg der vergangenen Dekaden oder sogar Jahrhunderten haben und die sicher auch in Zukunft wichtig bleiben, aber es wird in manchen Dingen, noch stärker als in der jüngsten Vergangenheit, gänzlich neue Gedankengänge und Wege brauchen um den neuen gesellschaftlichen Bedürfnissen gerecht werden zu können. 

Mit welchen Veränderungen ist zu rechnen?

Die noch intensiver zunehmende Digitalisierung wird die Verwundbarkeit ansteigen lassen, und die IT-Sicherheit wird ausgeprägter denn je zur Achillesferse des Systems. Laufend werden neue Formen von Assets hinzukommen, die von den Kunden 24/7 digital verwaltet und in Echtzeit transferiert werden können wollen. Dieser starke Wunsch nach Verfügbarkeit und flexiblen und raschen Transaktionsmöglichkeiten weltweit wird nicht nur die Bankenwelt in der Schweiz extrem auf Trab halten. Noch rascher und feiner als bisher wird die Vernetzung zunehmen und die Welt zu einem (digitalen) Dorf zusammenwachsen lassen. Der Austausch von Gütern und Dienstleistungen wird, aufgrund neuer, digitaler Distributionskanäle und optimierter Logistikpfade, immer rascher vollzogen werden können, was die Banken vermehrt zwingt, mit der Abwicklung des Zahlungsverkehrs Schritt halten zu müssen. Hinzu kommt das forsche Auftreten der Bigtechs, die immer potenter und mit eigenen ausgereiften Ökosystemen auf den (Welt-) Markt drängen. Instant Payments, digitales Zentralbankgeld, die zunehmende Standardisierung im internationalen Meldungsaustausch, Open- und Multibanking oder aber auch das Internet of Things (IoT), mit dem erwarteten enormen Anstieg der Zahlungsvolumina, sind nur einige Baustellen, von denen wir hier sprechen. Diese Themen sind durchaus nicht neu, aber das Tempo und die Dynamik, mit der sie über uns hereinbrechen, sind wahrhaftig einzigartig und nehmen weiter zu.

Wie werden wir diesen Herausforderungen gerecht?

Die Antwort darauf ist einfach und kompliziert zugleich: einerseits mit vereinten Kräften und andererseits durch Spezialisierung.

Diese Veränderungen verlangen ein viel ausgeprägteres Miteinander als dies bisher der Fall war. Nicht alle Finanzinstitute werden im kommenden Jahrzehnt die Ressourcen und die Kraft haben, diesen Wettbewerb zielführend und kundenorientiert mitmachen zu können - die Investitionsvolumina der weltweit agierenden Banken und Bigtechs sind einfach zu gross. Es braucht daher clevere Symbiosen und ein agiles Management der Kompetenzen. Aus strategischer Sicht müssen sich die Finanzinstitute die Frage stellen, welche Rolle sie künftig u.a. im (internationalen) Zahlungsverkehr spielen und welche Geschäfte sie ihren Kunden in Zukunft überhaupt noch anbieten können und wollen. Es geht darum, den passenden Kurs zu finden, um sich dann darüber zu verständigen, welche Kooperationspartner für den bestimmten Weg Sinn ergeben. Universelle Dienstleistungsangebote verschwinden mehr und mehr oder werden künftig von den Banken extern eingekauft oder durch Zusammenschlüsse gelöst werden müssen. Der Trend zur Auslagerung von Dienstleistungen ebenso wie die Nachfrage nach z.B. Zahlungsverkehrssoftware as a Service wird demnach noch mehr steigen. Gleichzeitig wird durch solche Abhängigkeiten aber auch der Need der Banken grösser, rasch Einfluss nehmen zu können, falls dies nötig wird. D.h. die Finanzinstitute sind nicht nur auf das Knowhow der Partnerfirmen angewiesen sondern auch auf sehr gute und effiziente Kommunikationskanäle zu ihnen. Der letzte Punkt wird über die kommenden Dekaden immer kritischer wenn nicht sogar neuralgisch werden. Änderungswünsche müssen rasch besprochen und letztlich umgesetzt werden können, die Agilität muss in diesem Zusammenspiel also entschieden gesteigert werden, und das beidseitig. Wer als Provider hier proaktiv, vernünftig und zielführend Hand bietet, ist gegenüber der Konkurrenz klar im Vorteil. Auch das Ressourcenmanagement wird der Finanzplatz künftig noch flexibler gestalten wollen. Einerseits wird die Anzahl befristeter Verträge im eigenen Haus zunehmen, andererseits wollen die Institute Spezial-Knowhow v.a. in den projektgetriebenen Bereichen ad hoc und noch kurzfristiger einkaufen wollen. Dieser Wunsch nach höchstmöglicher Flexibilität deckt sich mit der neu angebrochenen Epoche, birgt aber auch entsprechende Risiken. Wer nicht rechtzeitig dafür sorgt, die Besten für sich zu gewinnen, gefährdet den Erfolg seines Projektes und blutet dafür im Nachgang sehr viel mehr als eigentlich nötig.

Die angebrochene Epoche der Luft hat es also in sich und wird uns v.a. jetzt in der Übergangsphase ziemlich fordern. Es braucht definitiv einen kühlen Kopf, Weitsicht und Fingerspitzengefühl um das Schiff in diesem intensiven Wind mit Geschick über den unruhigen Ozean zu navigieren. Einen externen Blickwinkel von Spezialisten einzuholen, die die Anzeichen des aufziehenden Wetters vorab und unabhängig einschätzen, Handlungsfelder benennen und Entscheidungen hinterfragen können, kann dabei helfen, glimpflich durch Stürme und in wieder ruhigeres Fahrwasser zu segeln. Das interessante Neuland, das es gemeinsam zu erreichen gilt, wird es wert sein, diese zwischenzeitlichen Strapazen auf sich zu nehmen. Geteiltes Leid ist halbes Leid, geteilte Freude ist bekanntlich doppelte Freude. Die neue Welt wartet mit vielen Freiheiten, gewinnbringenden Gemeinschaften und viel neuem Wissen auf uns, lichten wir also die Anker!

Wir wünschen Ihnen einen angenehmen Start ins 2021 und freuen uns auf eine gute Zusammenarbeit in der angebrochenen Epoche,


Ihr Matthias Hungerbühler

UBS setzt neue Standards im Bereich Multibanking

Management von mehreren Bankbeziehungen wird einfach.


Wieviel Geld haben wir auf welchen Konten, bei welcher Bank und in welcher Währung? Zweidrittel der Schweizer Unternehmen haben mehr als eine Bankbeziehung und loggen sich somit (oft) täglich in unterschiedliche E-Bankings ein um dies mühsam herauszufinden. 


 

UBS Multibanking
Mit UBS Multibanking gibt es nun eine einfache Antwort zu dieser Frage. Konten von Drittbanken können in das UBS E-Banking integriert und von dort aus bewirtschaftet werden. Alles auf einen Blick, alles an einem Ort. 


In der Finanzübersicht auf der E-Banking Startseite erhält man einen Überblick über die gesamte Liquidität des Unternehmens inkl. aller eingebundenen Drittbankkonten. 

 

Je nach Angebot der Drittbank (EBICS DACH-Region) stehen SEPA-Zahlungen von Konten der deutschen und österreichischen EBICS-Banken zur Wahl. Mit der Umsetzung der jüngsten EBICS-Version (EBICS 3.0) rücken dann die europäischen Banken nochmal näher zusammen. 

EBICS 3.0 harmonisiert die z.Z. noch bestehenden technischen Unterschiede zwischen dem Deutschen und dem Französischen EBICS-Standard. 

Das UBS Multibanking geht aber bereits heute soweit, dass Kunden auch Konten von Nicht-EBICS-Banken via SWIFT ins UBS E-Banking integrieren können. Von den eingebundenen Drittbanken können dann auch die Kontoauszüge der dort verwalteten Konten abgeholt und angezeigt werden. Auftragsdateien können via dem UBS E-Banking an alle initialisierten Banken gesendet und deren Bereitstellungsdateien abgeholt werden.

Die UBS setzt dabei auf das Knowhow des EBICS-Marktführers PPI inkl. dessen Software TRAVIC-Port.


Seit längerem bietet UBS mit TRAVIC-Port ein EBICS-basiertes Firmenkundenportal an (UBS KeyPort Web), welches nun, in Kombination mit dem E-Banking, als multibankfähige Anwendung zu anderen Banken genutzt wird.

 

EBICS wurde als Standard von der ersten Stunde an so spezifiziert, dass alle Banken mit einer einheitlichen Anwendung erreicht werden können. EBICS lebt in seiner Multibankfähigkeit von der einwandfreien Umsetzung dieses Standards auf der Seite der Banken und natürlich der Nutzung einheitlicher Formate. 

 

Die nationalen Gremien haben grundsätzlich die Aufgabe, sowohl einheitliche Geschäftsvorfallbezeichnungen (Auftragsarten / BTFs) zu definieren als auch die dazu passenden Formate, die jede Bank zu unterstützen hat, wenn sie den genannten Geschäftsvorfall anbieten möchte. EBICS ist ein einheitlicher Standard, in dem aber am Ende immer noch jede einzelne Bank über den eigenen Leistungsumfang selbst entscheidet.


Gerade die Multibankfähigkeit, die von den Unternehmen heute gewünscht wird, lebt von einer sauberen Umsetzung aller administrativen Geschäftsvorfälle des EBICS-Protokolls. Nur dann können Unternehmen automatisch alle ihre bankbezogenen Daten, wie z.B. Konten sowie freigeschaltete Geschäftsvorfälle, automatisch von allen Banken abholen. Diese effiziente Bewirtschaftung von Bankkonten ist ein Bedürfnis der meisten Unternehmen – unabhängig der Grösse, denn in der Regel haben bereits kleinere Unternehmen mehr als eine Bankbeziehung.

Eine herausragende Besonderheit der UBS-Lösung ist die Nutzung der Schnittstelle Fernsignatur in TRAVIC-Port, die es den UBS E-Banking Kunden erlaubt, ihr bestehendes Sicherheitsmedium auch für EBICS-Aufträge und die Kommunikation zu Drittbanken zu nutzen.


Besonders erwähnenswert ist, dass UBS die VEU  – die verteilte elektronische Unterschrift – komplett unterstützt. D.h. Zahlungen, die via ein ERP-System oder eine Drittbank eingereicht werden, können im UBS Multibanking mit den erforderlichen Unterschriften versehen und somit freigegeben werden. Die entsprechenden Files können sowohl als SEPA-Zahlung, im Schweizer Zahlungsformat oder auch als MT101 Zahlungsauftrag an UBS übermittelt werden.

 

UBS ist zurzeit die einzige Schweizer Bank, die diese umfassende Multibanking-Funktionalität für Konten in der Schweiz und weltweit anbietet.

 

Damit Multibanking von einem Unternehmen genutzt werden kann, müssen die Drittbankkonten mit einem einmaligen Aufwand im E-Banking aktiviert werden. Dazu braucht es unter anderem einen Vertrag mit der Drittbank (für EBICS) und mit der UBS (z.B. falls SWIFT genutzt wird). Da der EBICS Onboarding Prozess nach wie vor etwas komplex ist, setzt UBS viel daran, ihre Kunden dabei bestmöglich zu unterstützen. U.a. bietet sie Formularvorlagen für die Anbindung von Drittbanken an und weiter werden die Auftragsarten, Bankschlüssel und Kontoinformationen bei UBS automatisiert abgeglichen. Dies erspart den Kunden viel Aufwand.


Mit dieser neuen, multibankfähigen E-Banking Lösung stellt UBS ihren Kunden eine zukunftsfähige Lösung mit dem europäischen EBICS-Standard zur Verfügung.

 

Aktuell findet eine umfassende Pilotphase statt, deren Ausbau gut voranschreitet. UBS Multibanking wird ab Q1 2021 allen Unternehmenskunden zur Verfügung stehen.

 


Dieser Blog wurde von Matthias Hungerbühler in Zusammenarbeit mit UBS gepostet.



Weitere Informationen und Hilfsmittel

 

ubs.com/multibanking

https://www.ppi.de/payments/travic-suite-produkte/port/

www.ppi-schweiz.ch

 


 

“There is no doubt that the strategic importance of payments has increased in the banks”

We had the chance to talk to Mr. Claus Richter from P27 Nordic Payments. Mr. Richter and his team are very busy making cross-border Instant Payments possible in the Nordics. He himself is already well known in the real time transaction world. Before he joined P27 he served for almost seven years as the Head of Transaction Banking Solutions at Nordea. He holds an Executive MBA degree from AVT Business School and a degree in Marketing and Finance from International Business Academy.

Good Morning Mr. Richter. You are COO of P27 and you work with your employees on a cross-border Instant Payments infrastructure. Why do you think Instant Payments will prevail?

Based on overall development in society in areas such as social media and mobile phones where everything is instant as well as IoT (internet of things) where instant is needed, I believe that Instant Payments is need to support those trends.

P27 is a joint effort by various Nordic banks. How did these financial institutions come together on this matter? What is the main driver for these banks to introduce such a service?

The background is multitude. First of all there were a number of local initiatives in Sweden and Norway on refreshing the clearing house and this combined with the strategic importance of payments in banking today was key reasons.

With P27 you will offer an infrastructure for at least three countries. In which form are you supported by the involved governments?
We have a very good dialogue with the authorities in all the countries. This goes for the financial supervisory authorities, the central banks as well as other authorities. They all seem supportive of P27.

Do the involved banks feel the competition from GAFA and Alipay?
There is no doubt that the strategic importance of payments has increased in the banks and they have become very aware of the GAFA’s of the world. This has clearly been one of the arguments for creating P27.

Banks in Switzerland see only investment costs and hardly any benefits. What can you say to this?

P27 is a very solid business case in its own right, but the strategic advantages of creating a place for collaboration on other payment related products is not to be underestimated.

It is also claimed that customers do not demand Instant Payments at all. Is it the same in the Nordic countries?

You can always discuss if it is a demand or something people pick up with a solution that is made available in the market. However, in all the Nordic markets P2P real time payments have become a huge success with the likes of MobilePay, SWISH and VIPPS.

In your opinion, do Instant Payments have the potential to challenge or even replace credit card schemes?

I think that Instant Payments for sure have the possibility to replace card payments domestically within a relatively short time frame. I think significant changes would be seen in the next 5-10 years in some markets. For payments outside your own country I think the time horizon is longer, and I would say that it is more like a 10-20 year horizon until we see that.

How do you see the development of Instant Payments in Europe and also in the world? Is P27 an open system, so that connections to other Instant Payments solutions such as e.g. SEPA Credit inst. can be made?

I see a significant global development in instant schemes. I think I have counted more than 60 schemes worldwide. P27 is for sure open to integrating with other instant schemes and are planning to be integrated with e.g. RT1 from EBA clearing.

I read that P27 wants to execute the first payment in 2021. From your point of view, what are the biggest challenges yet to overcome till then?

We have a couple of challenges left to overcome. They are mainly the regulatory approvals as well as making sure that the full banking community is able to get ready in time with all their changes as well.

Will P27 set upper limit amounts for transactions that are made instantly, how high will they be?

P27 as such will not set any limits, however, other parties in some of our markets have limits agreed, so this will vary from market to market.

As you probably heard of, banks in Switzerland, led by the Swiss National Bank, are also thinking of building an Instant Payments solution. What is your advice to your Swiss colleagues?

I have been in close contact with the initiative in Switzerland and I know they are very capable people so I am sure the progress is in good hands. My only advice would be to go for international standards as much as possible as it would ease future integrations.

Mr. Richter, thank you very much for your time.


EBICS 3.0 jetzt auch in der Schweiz

 In der Schweiz hat sich der EBICS-Standard für das Firmenkundengeschäft mit Banken mittlerweile erfolgreich etabliert. Jedoch, obwohl EBICS ein in mehreren Ländern Europas gemeinsam entwickelter und genutzter Standard ist, gibt es bisher noch national unterschiedliche Nutzungsweisen und Versionen, die nicht immer miteinander kompatibel sind. Für die EBICS-Nutzung in der Schweiz sind hier die „Swiss Market Practice Guidelines EBICS“ zu nennen, die von der SIX veröffentlicht werden. Diese Guidelines empfehlen für die Schweiz u.a. aktuell die Nutzung von EBICS in der Version 2.5 in Verbindung mit eigenen dreistelligen Schweizer Auftragsarten zur Geschäftsvorfall-Identifikation. 

Für einen Firmenkunden mit Bankverbindungen in verschiedenen europäischen Ländern sind die nationalen EBICS-Unterschiede nur schwer verständlich. Er möchte einen Standard-Client für all seine Bankverbindungen nutzen, ohne sich über die EBICS-Unterschiede Gedanken machen zu müssen. 

Der elektronische Zahlungsverkehr in Europa wächst stetig weiter zusammen und das treibt auch die etablierten Standards in dieser Richtung weiter voran. Vor diesem Hintergrund wurde von den EBICS-Ländern zur Harmonisierung der EBICS-Ausprägungen in Europa eigens die EBICS-Version 3.0 spezifiziert, die die wesentlichen nationalen Unterschiede der EBICS-Nutzung beseitigt. 

Die neue EBICS-Spezifikation 3.0 ist seit dem 27. November 2018 offiziell gültig und wird von Banken in Frankreich bereits seit Januar 2019 angeboten. Auch Banken in Deutschland bieten EBICS 3.0 bereits an. Offizieller Startzeitpunkt wird hier November 2021 sein. Für die Schweiz gibt es bisher keinen Zeitplan. 

EBICS 3.0 bringt im Wesentlichen folgende Vereinheitlichungen und Perspektiven:
  • einheitliche EBICS-Version in den EBICS-Ländern
  • einheitliche Identifikation der Geschäftsprozesse und Formate über Business Transfer Formats (BTF)
  • einheitliches X.509-Format für die elektronischen Schlüssel
Damit ist die Kompatibilität der EBICS-Systeme in den EBICS-Ländern und somit potentiell auch in der Schweiz gewährleistet. Darüber dürfte sich dann auch der Firmenkunde freuen.

Seamless Migration – Die Migration auf EBICS 3.0 ist einfach möglich

Bei erster Betrachtung der Unterschiede von EBICS 2.5 und EBICS 3.0 schrecken manche Banken in der Schweiz und so mancher Firmenkunde vor dem zu erwartenden Aufwand und den möglichen Auswirkungen eines EBICS-Updates zurück. 

Dabei ist es doch so einfach! EBICS sieht grundsätzlich einen Parallelbetrieb alter und neuer EBICS-Versionen vor. Unterschiedliche EBICS-User eines Firmenkunden können mit unterschiedlichen EBICS-Client-Versionen arbeiten. Diese Eigenschaft ermöglicht Firmenkunden einen weichen Umstieg seiner EBICS-Client-Lösungen auf neue EBICS-Versionen über einen längeren Zeitraum. Im EBICS-Bankrechner sind dazu Mappings von Auftragsarten und BTF vorgesehen, wie sie für Frankreich und Deutschland bereits spezifiziert sind und genutzt werden. Standard-Mappings werden üblicherweise in EBICS-Clients-Software und im EBICS-Bankrechner mit Update auf EBICS 3.0 automatisiert oder manuell initial angelegt. 

Sind bestehende EBICS-Clients und EBICS-Bankrechner einmal auf eine EBICS 3.0 kompatible Version aktualisiert, so ist die Migration von EBICS 2.5 Client-Zugängen, wie sie beispielsweise in der Schweiz genutzt werden, auf EBICS 3.0 ganz einfach (vorausgesetzt, alle beteiligten elektronischen Schlüssel verfügen über eine Mindestlänge von 2.048 Bit). Der EBICS-User muss in seinem Client-System lediglich die Einstellung von EBICS 2.5 (H004) auf EBICS 3.0 (H005) wechseln und anschliessend die aktuellen Bankschlüssel abrufen, die dann in neuem Gewand im Zertifikatsformat vom EBICS-Bankrechner zurückgeliefert werden. Schon ist der Bankzugang ohne Zutun der Bankseite für EBICS 3.0 einsatzbereit.

EBICS 3.0 in der Schweiz – Weshalb?

Es lässt sich somit zusammenfassen:
  • EBICS 3.0 europäisiert die Nutzung des Standards. Das ist gut. Damit können Schweizer Banken neue Märkte und Kunden gewinnen. 
  • Der Firmenkunde hat durch die neuen Eigenschaften von EBICS 3.0 mehr Flexibilität und mehr Steuerungsmöglichkeiten. Das erhöht den Nutzen für Kunden, und die Akzeptanz wird gefestigt.
  • Ein Update von EBICS-Kunden ist in der Schweiz einfach möglich. Bestehende Schlüssel können leicht migriert werden.
  • Zudem sind mit EBICS 3.0 sicherheitsrelevante Vorgaben weiter verbessert worden. Es lohnt sich auch hier auf dem aktuellen Stand zu sein.
Die Vorteile von EBICS 3.0 liegen auf der Hand und sicher werden noch weitere EBICS-Versionen mit weiteren Optimierungen folgen. Daher ist es an der Zeit die aktuelle EBICS-Version 3.0 auch in der Schweiz einzuplanen! 


Dieser Blog wurde durch Michael Lembcke geschrieben.

Mehr Informationen zu dem Thema EBICS finden Sie auch auf unserem EBICS Blog.


Efficiency, accuracy and speed - Auch Thailand verfügt nun über eine Instant Payments Lösung

Vor wenigen Tagen hat der Deutsche Bank Ableger in Bangkok PromtPay in Betrieb genommen, ein Service, der Sofortzahlungen zulässt.

PromptPay wird vom nationalen Zahlungsdienstleister National ITMX Ltd betrieben und ist Teil eines Regierungsprogrammes, das die Modernisierung der Zahlungsabläufe vorantreiben und Zahlungsströme sicherer gestalten will, was unweigerlich auch zu einer Verlagerung des physischen Zahlungsverkehrs hin zu einer viel höheren Anzahl elektronisch getätigter Transaktionen führen wird.

Im Moment können Kunden via PromptPay sofortige Einzüge in ganz Thailand veranlassen, später im Jahr werden dann auch Echtzeitüberweisungen möglich sein. Der grosse Vorteil für Unternehmen ist, dass sie so schnell und sicher, entweder mittels Kontonummer oder mit der Steuer-ID des Debitors, Geld einziehen können und das landesweit und ohne zusätzliche Gebühren. So können die Begünstigten Ausfallrisiken von Zahlungen minimieren und gleichzeitig das Betriebskapital maximieren. Mittels der API-Anbindung eröffnet die Bank den Kunden interaktive Möglichkeiten und Zahlungen können so nahtlos in die Geschäfts- und Treasury-Prozesse integriert werden.

“Efficiency, accuracy and speed of payments are increasingly critical for corporates, so we are very proud to make instant payments available to our clients.“
Pimolpa Suntichok, Chief Country Officer, Deutsche Bank - Thailand

Nach FAST in Singapur und DuitNow in Malaysia ist PromptPay die dritte Instant Payments Plattform, die die Deutsche Bank in ASEAN (Association of South East Asian Nations) einführt. Zudem sind weitere Projekte auf den Philippinen und in Vietnam in der Umsetzung. Die Deutsche Bank bietet damit ihren Firmenkunden Hand, traditionelle Zahlungsmethoden wie Schecks zu ersetzen - ein Trend, der vor allem im aktuellen Pandemieumfeld stark zunimmt.

Überhaupt ist die Deutsche Bank ziemlich aktiv, was das Instant Payments - Angebote für ihre Kundschaft betrifft. Mittlerweile unterstützt die Bank weltweit an über neun Standorten Echtzeitüberweisungen und es sollen in den nächsten 24 Monaten weitere hinzukommen.

Vor Kurzem hat das Finanzinstitut aus Frankfurt am Main, unter der Mitarbeit von PPI, einen „Instant Payments Guide for Corporates“herausgebracht, in dem die Instant Payments – Landschaft weltweit analysiert und entsprechende Initiativen hervorgehoben werden sowie auch auf die Frage der Use Cases eingegangen wird.


Abbildung: Entwicklung der Use Cases pro Kundensegment

Betrachtet man die obige Grafik dann ist schnell klar: je ausgereifter und standardisierter die (Instant) Zahlungssysteme in einem Land oder einer (Welt-)Region sind, desto tiefer wird die Marktdurchdringung und desto stärker treibt dies Innovationen voran, aus denen heraus sich neue Use Cases ergeben.

Instant Payments werden somit spätestens mittelfristig auch bei den ganz grossen Corporates mit riesigen Transaktionsvoluminas ankommen und sich durchsetzen, weil die betriebswirtschaftlichen Vorteile offensichtlich und attraktiv sind. Zum Beispiel lassen sich Cargo- oder Produktionskapazitäten in Echtzeit inkl. Bezahlung verbindlich buchen. Auch Cloud-Infrastrukturen können instantan skaliert, bezahlt und eingesetzt werden. Weiter ist u.a. die Kombination von Smart Contracts mit Instant Payments denkbar. Sobald die Ladung gelöscht, resp. vom Empfänger akzeptiert ist, wird die Zahlung an den Lieferanten in Echtzeit ausgelöst. Das schafft ganz neue Arten der Verbindlichkeit in einer Lieferkette und als Produzent profitiere ich von der sofortigen Verfügbarkeit des mir zustehenden Geldes.

Wir freuen uns, wenn Sie sich das White Paper der Deutschen Bank durchlesen und hoffen weiterhin, dass der Finanzplatz Schweiz sehr bald mit einer klaren Instant Payments Strategie an die Öffentlichkeit tritt. Je präziser die Vorgaben und je klarer Rahmenbedingungen sind, desto rascher kann ein solches Infrastrukturprojekt umgesetzt werden und der Dienst im Markt ankommen.

Wir von PPI Schweiz sind bereit und verfügen über das nötige Knowhow mit Ihnen den Einfluss von Instant Payments auf die bankeigene Infrastruktur zu analysieren und zu dokumentieren - damit Sie keine Zeit verlieren, wenn der Finanzplatz den Startschuss verkündet.

Dieser Blog wurde durch Matthias Hungerbühler gepostet

Interview mit Inge van Dijk zum Thema Instant Payments in den Niederlanden

Wir hatten die grossartige Chance Inge van Dijk für ein Interview zum Thema Instant Payments in den Niederlanden zu gewinnen.
Inge van Dijk arbeitete für die Dutch Payment Association als Strategic Advisor und war für die Einführung von Instant Payments mit verantwortlich. Das Interview wurde in Englisch geführt. Wir wünschen viel Spass beim Lesen.


“Instant Payments allows banks to stay in the game with a proposition tailored to the 24/7 economy”

Good morning Ms. van Dijk and thank you for taking the time for this interview. You worked for the Dutch Payment Association (DPA). What role does the DPA play in Holland? Is it comparable to the DK in Germany or SIX in Switzerland? And does the DPA have regulatory influence or does it only act in an advisory capacity?

The DPA is probably better compared to the DK in Germany than to SIX. The Dutch Payments Association is a member organization that coordinates the effort of banks and other professional service providers that offer payments to ensure that the collective payment infrastructure in The Netherlands stays safe, is reliable, efficient and accessible. In addition they represent the interests of the Dutch community in Europe, where regulation and standards are being developed. So there is more similarity with the Deutsche Kreditwirtschaft, because the DPA itself does not have an operational infrastructure or processing capabilities.

What is your personal role and how do you relate to Instant Payments?

In 2014 when I was still working for ING as global head of payments and cash management, we were pushing the Instant Payments vision at the European level and wanted to set the example in our home countries. In The Netherlands our colleagues from ABN Amro and Rabobank joined us in conducting a feasibility study, which lead to a joint commitment together with De Volksbank in May 2015 to implement Instant Payments in The Netherlands in four years’ time. When that took off I joined the Dutch Payments Association to lead the national program.

The program was delivered in four phases: a design phase where we drafted the infrastructural requirements on product, clearing and settlement level, while ensuring that it complied with the SEPA rulebooks. Our subsequent building phase, where banks selected their CSM and developed their internal environment, lasted two years. The last year of the program composed of half a year of rigorous end-to-end testing, devoting much time to the stress testing, and a stepped implementation phase, whereby transaction volume was gradually added while monitoring the quality of the infrastructure in terms of speed and availability.

The program turned out to be a huge success. We delivered to the market on time, rolling out from February onwards coming to full volume and speed by mid 2019 and in doing so to receive nothing but positive feedback and applause from the market and our stakeholders. One of the main reasons for this was that the quality was high from the start in terms of the speed (max 5 seconds) and availability (24/7 continuous). In the first year of production, a score was realized of > 99.8% on both elements for in total 285 million transactions.

Is it correct that in Holland all payments below EUR 15’000 are automatically processed as SEPA Instant Payments? Will this then also apply to the new limit of EUR 100’000? Can you say something about statistics?

There are two angles on that. First: how are Instant payments offered in the Netherlands, and second: the amount limitation itself. The Dutch view from the start was that Instant Payments would become the new normal: it was not going to be limited to just person to person payments, as it was strongly believed that also businesses would be interested in the service. From that perspective our position was that there should not be an amount limit. The initiating bank which releases the payment will have to determine if the paying customer is eligable for a transfer of, say, a million, and if so the infrastructure should support this. We took into account UK and Scandinavian experiences, who had both rolled out and were already raising the amount limit. Of course, abuse of the system needs to be prevented but there are alternative ways to secure that. So the starting position in The Netherlands was: no amount limit!

Of course, in the European SEPA Instant Credit Transfer an amount limit does apply and the Dutch comply with this, but everything within The Netherlands is without a limit.
So back to your question, are credit transfers automatically processed instantly? Indeed they are. This is also related to the vision that Instant Payments will become the new normal. ABN Amro was the first bank to launch and set the tone by offering Instant Payments by default to their online and mobile banking customers. Other banks followed suit. Thus, Instant Payments became a replacement of the SEPA credit transfer in online channels. Anybody transferring money in either his online or mobile banking channel just gets it. It is offered by default. And that decision made the business case for banks even more difficult because as it is not something a customer chooses, it leaves no room to charge extra for this service. You can imagine the market response has been great in The Netherlands, thereby very much strengthening the position of banks in the market.

That means that all the payments are now transferred instantly?

The DPA and the committed banks wanted to make a very clear commitment to the market: everybody who has a mobile or online banking channel will get the service from the start. That means effectively that the whole retail segment has been issued with Instant Payments from the beginning, both small and sometimes also medium enterprises as well as consumers. And of course all accounts, consumer and business, were able to receive Instant Payments from day one. Other market segments or other channel offerings were scoped out of the program and left to the market: they remain the banks’ choice.

Where is Instant Payments used most? For retail payments, for P2P payments, in e-commerce, in B2B?

We had a big discussion in the beginning regarding the use cases. We decided to challenge ourselves in terms of what is the future proposition, and organized our own Dragon’s Den[1], with challengers from outside the banks. In the end the conclusion was that building the Instant Payments railway resembles the introduction of 4G at the time. Everybody knew it was going to change the landscape, but nobody knew exactly how and where.

Right from the beginning we started talking to the key stakeholders including major corporates and government institutions, both on receiving and sending side. They supported the innovation: today a tax payment coming in on a Saturday 31st, is considered on time. The tax authority ensures that it’s call center has this balance update information when people call on Monday to verify. A telco company saw great potential in instant payment upon delivery (at the door) of mobile phones and other valuable goods, as this would help prevent fraud. We had use case discussions with representatives from all business market segments both on the receiving side as well as on the sending side. They were kept informed and consulted throughout the program. In fact, all of the use cases which we translated into pictographics, stem from their ideas. An example is also a restaurant which can restock quickly because the turn-over from the previous night is already in his account.

Overall it’s still too early to tell where and how new business cases will be developed in the Netherlands, since only a year has passed by since its introduction. Businesses have now experienced what it means to receive the funds in their accounts on weekends and they will consider what they can do with that. Things will go from there. Most likely bulk payments are the next logical step, making sure that cut off times are a thing of the past, and more and more corporates and (e-commerce) merchants will start using Instant payments for home delivery payments or just in time bill payments.[2]

There is just no telling where the next use case will come from, especially in view of the Corona virus, other than that it will come.

Are there customers who want to change the bank because they want to do Instant Payments?

No, we don’t see that as nearly all consumers have it and businesses are getting it more and more.

We knew that reach was important to have, in order to build an attractive proposition for the customer. Faster Payments told us that starting out with eight leading banks in the UK which were responsible of 80% of all the accounts (80% reach), was perceived by the public as unreliable: with one out of five payments failing. It did not really fly in the UK until the reach was improved.

Our lesson from this was that more than 80% reach needed to be in place up front. In the end five banks committed, the four original banks and one challenger bank, and they together count for well over 95% of all the accounts in the Netherlands. And given the default offering, Instant Payments is available to almost all (both initiating and receiving) and it is expected that in time all of the Dutch will have this feature given that other banks are launching in 2020.

What was the main driver for Dutch banks to introduce Instant Payments?

We had this discussion in 2014 and back then a few things came together:
  1. Technology - the smartphone data processing capabilities were ready to support something like this.
  2. Cultural change – A mentality of the millennials: “I want it now, I expect it now”. It became more and more difficult to explain why we were open only on workdays from 9am to 5pm while a lot of services from GAFA and other parties are available 24/7.
  3. Market demand - Retail merchants wanted to receive the point of sale turnover funds also on the weekend, not so much within 5 seconds, but they did want it 24/7. Especially the Easter holidays, where the banks are closed for four days in a row, were perceived as cumbersome by the retailers.
  4. Regulatory - The ECB call in November 2014 to offer real-time payments. Instant payments was and is considered a key innovation on the SEPA railway, with the potential of becoming the alternative 3rd ‘scheme’.
  5. Competition - The market position of banks would clearly be strengthened, tailoring their offering to the 24/7 economy.
Those were the five elements that came together and fueled the discussion. We were convinced that we should not simply solve this by doing a fix or a bandage, building an add-on product. We needed to solve it structurally, building for the future.

You mentioned GAFA, do you think Dutch banks feel the competition from Big Tech?

The principle thinking is that in this 24/7 real-time economy, it is going to be hard to explain to your customers as a bank that you do or cannot offer this, when GAFA can. That’s going to bring the bank in a difficult position. So while there is no apparent market business case for Instant Payments and it is definitely a serious investment, one should consider the investment as a defensive move: stay in the market, tuning your offering to the 24/7 economy. In addition, it will allow banks to regain some of the control in the value chain that is lost in the cards area.

How do you see the development of Instant Payments in Europe and the world?

Worldwide reach will take time. The ECB is reaching out to several other countries within Europe to make sure we have an Instant Payments network that covers all of Europe. And all countries which have decided to offer real-time payments have embraced the same ISO 20022 standard, a standard much richer than the cards ISO standard. This provides a good basis for interoperability, but it doesn’t mean that we will have a worldwide reach sometime soon. This will take years. In addition, there also the need for a global IP scheme, similar to the build of the SEPA Instant Credit Transfer Rulebook in Europe, as that will guarantee a uniform global product offering to the customer.

Then again > 95% of all payments are domestic and > 98% are within Europe. As such there is time to allow the world to develop at its own pace, which is helpful given the big investment.

My personal opinion is that the card schemes are still ahead, but also they are tapping into the Instant Payments infrastructure, buying up and into ACH processing capabilities. They see the potential, which is a clear sign. And with the backing of the ECB and other important global institutions like the Federal Reserve, I believe that in time Instant Payments will become the new normal, in Europe and across the globe, simplifying payments and reducing cost for customers and making the infrastructure more efficient and the value chain hopefully less complex.

Thank you very much for your time

Das Interview wurde durch Matthias Hungerbühler geführt.




[1] https://en.wikipedia.org/wiki/Dragons%27_Den_(British_TV_programme)


[2] For e-commerce there is less urgency, because iDEAL in place for ten years now, is the market leader in payment instruments by far (50%). It is effectively sort of a precursor for Instant Payments, offered by banks. The only difference was that the funds when using iDEAL are not instantly in the account of the merchant. Are the merchants going to pay extra for that feature? Not likely. So most likely the Instant Payment will gradually replace the SEPA credit transfer as the underlying instrument in iDEAL.