Optimierungspotenzial im Rechnungsstellungsprozess

Die Digitalisierung in der Finanzindustrie schreitet voran. Dies zeigt auch ein Blick auf die Swisscom Fintech Map, welche derzeit alleine in der Schweiz 270 Startups im Finanzbereich zählt. Wie es der Name schon vermuten lässt, treten viele dieser Fintechs im Markt als Konkurrenten der Banken und Versicherungen auf. Einige mit völlig neuen, zuvor noch nicht gesehenen Geschäftsmodellen, andere mit Offerings, die jenen der Banken zumindest sehr ähnlich, allerdings modern verpackt sind.

Eine Bank muss sich und das eigene Geschäftsmodell also stets hinterfragen und die Strategie entsprechend ausrichten. Schliesslich knabbern nicht nur die neuen Fintechs an den Margen, sondern natürlich auch die etablierte Konkurrenz, die genauso wie das eigene Institut wachsen will. In einem Verdrängungsmarkt wie der Finanzindustrie führt dies zwangsläufig zu tendenziell sinkenden Einnahmen.

Dass die Digitalisierung mit ihren Optimierungspotenzialen auch für Banken der Weg der Zukunft ist, hat man längst erkannt. Die Umsetzung dieser Digitalisierungsstrategie gestaltet sich dann aber bei jedem Finanzinstitut unterschiedlich. Während sich viele Institute mit der Automatisierung ihrer Prozesse beschäftigen, ist eine andere Möglichkeit sich deren allenfalls gar zu entledigen. So verkündete beispielsweise jüngst die Commerzbank, dass sie inskünftig den Zahlungsverkehr an Equens Worldline auslagert. Einen Schritt den auch andere Banken machen könnten, meint Michael Steinbach, CEO von Equens Worldline. Die Institute müssten in den nächsten Jahren viel in den Zahlungsverkehr investieren, da zum einen neue Inititativen wie Instant Payments anstehen und zum anderen die ZV-Infrastruktur der Banken teilweise veraltet sei. Drittanbieter wie Equens Wordline hingegen verfügten über die notwendige moderne Infrastruktur und können mit dem Gewinn von Partnerschaften, wie jene mit der Commerzbank Skaleneffekte nutzen. Die CoBa hingegen sieht den Zahlungsverkehr also nicht mehr als eine Kernkompetenz an, die man den Kunden aus eigener Hand anbieten will.

Wäre aber nicht auch der umgekehrte Weg denkbar? Dass eine Bank ihre Dienstleistungen und damit ihr Geschäftsmodell im Zuge der Digitalisierung erweitert und ihren (Firmen-)Kunden Angebote zur Verfügung stellt, die über die bisher üblichen Zahlungsverkehrsdienstleistungen hinausgehen?

Schliesslich mussten sich die Schweizer Unternehmen in den letzten Jahren im Zuge der Harmonisierung im Zahlungsverkehr mit ihren langjährig etablierten Prozessen befassen und konnten in diesem Zusammenhang idealerweise gleich weitere Optimierungspotenziale identifizieren. Man dürfte also auf offene Ohren stossen. Optimierungspotenziale sehen wir hier zum Beispiel unter anderem im Rechnungsstellungsprozess und dem damit verbundenen Debitorenmanagement. 

Eine Bank könnte sich doch nun überlegen, ob sie mit ihrem Know How aus dem Zahlungsverkehr und der Reportingerstellung ein neues Offering im Bereich der Rechnungsstellung und dem Debitorenmanagement erarbeiten kann. Mit einer effizienten und konstengünstigen Lösung in diesem Bereich könnte man die Partnerschaft zu den eigenen Kunden weiter vertiefen und diesen zusätzlich administrative Aufwände abnehmen.

Aber sehen die Unternehmen überhaupt einen Mehrwert darin einen Teil, oder gar ihren ganzen Rechnungsstellungsprozess und/oder das Debitorenmanagement auszulagern? Und falls ja, wer käme in einem solchen Fall als Partner in Frage?

Helfen Sie uns diese Frage zu beantworten und nehmen Sie sich für unsere Umfrage zu diesem Thema bitte 3-5 Minuten Zeit. Wir würden uns über eine rege Teilnahme freuen! 


Für Sie gebloggt hat Matthias Schöpp


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